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Marga Spiegel, 1912 in Bad Hersfeld geboren, musste 97 Jahre alt werden, ehe ihre bewegende Lebensgeschichte verfilmt wurde. Dabei hatte sie das, was sie erlebt hatte, bereits Mitte der 60er Jahre begonnen aufzuschreiben. 1969 erschien in einem Frankfurter Verlag ihr „Tatsachenbericht“ – dass sie, die Tante des späteren Präsidenten des Zentralrats der deutschen Juden, Paul Spiegel, mit ihrem Mann und ihrer Tochter aus Ahlen im Münsterland nach Dortmund floh, weil die Übergriffe auf die jüdische Familie immer heftiger wurden. In Dortmund lebte sie mit anderen Familienangehörigen in einem Judenhaus – ebenso unsicher, so dass sie mit Mann und Kind 1943 wieder zurück ins Münsterland ging, wo sie bis Kriegsende zwei Jahre lang von Bauernfamilien versteckt gehalten wurde. Der Film mit Veronika Ferres und Armin Rohde in den Hauptrollen ist im Oktober in die Kinos gekommen.
Autor/in:
Christiane Raasch
Redaktion:
Mark vom Hofe
Erlebte Geschichten: Marga Spiegel






