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Eine Frau spaziert am Zaun eines Strandweges entlang (Rechte: WDR)
Sendung vom 17.08.2008, 07:05 bis 07:30 Uhr
Jutta Heine, Rechte: dpa

 Jutta Heine

Blondes Silber

Jutta Heine, Leichtathletin

Bei den Deutschen Meisterschaften war sie „nur“ Zweite geworden, in Rom bei den Olympischen Spielen 1960 auch, eher überraschend hinter der haushohen Favoritin, der unbesiegbaren, weil wie eine Gazelle dahin schwebenden Wilma Rudolph aus den Vereinigten Staaten – Jutta Heines Erfolg griff sogar der „Spiegel“ in der ihm eigenen Form auf: „Jutta Heine, 19, Tochter des Hannoveraner Holzmillionärs Heinz-Ulrich Heine, störte mittelbar eine Sitzung des Ausschusses für Sport und Jugendpflege von Hannover: Als die Nachricht die Runde machte, Jutta Heine habe in Rom auf der 200 - Meter - Strecke eine Silbermedaille erlaufen, unterbrachen die Stadtparlamentarier ihre Beratungen, um der Landsmännin telegraphisch den Anerkennungsspruch der Stadt zu übermitteln, und wandten sich erst dann wieder der eigentlichen Tagesordnung zu.“ Jutta Heine, 1940 in Stadthagen bei Hannover geboren, war Ende der 50er, Anfang der 60 Jahre mehrfache Deutsche Meisterin auf den Sprintstrecken. 1,82 Meter groß, blond, lange Beine galt sie als "Glamour -Girl der deutschen Leichtathletik" – wozu sicherlich beitrug, dass sie einen englischen Sportwagen fuhr und 1960 als Amateur-Mannequin Modelle des römischen Modekönigs Emilio Schuberth vorführte. Jutta Heine betreibt heute ein Hotel mit Reiterhof im Westerwald.

Autor/in:

Albert Wiedenhöfer

Redaktion:

Mark vom Hofe

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