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Der Schein eines Leuchtturms beleuchtet verschiedene Orte. (Rechte: WDR)
Sendung vom 01.01.2012, 11:05 bis 12:00 Uhr
Muster der elektronischen Gesundheitskarte; Rechte: dpa/Tittel

 Die elektronische Gesundheitskarte kommt

Der gespeicherte Patient

Wie die elektronische Gesundheitskarte die Medizin ökonomisiert

Anfang Oktober 2011 - fast sechs Jahre später als geplant -  haben die gesetzlichen Krankenkassen damit begonnen, die elektronische Gesundheitskarte einzuführen. Bundesregierung und IT-Industrie wollen die Krankheitsdaten von 80 Millionen Bundesbürgern speichern, um deren medizinische Behandlung zu „optimieren“ und gleichzeitig Milliarden Euro einzusparen.

Da die Speicherkapazität der Karte begrenzt ist, dient sie vor allem als Schlüssel zur weltweit größten internetbasierten Gesundheitsplattform mit sensiblen Daten auf zentralen Servern. Ärzte, Patienten und Datenschützer befürchten gläserne Patienten und Ärzte, gesteuerte Medizin, Datenmissbrauch und Milliardenkosten, die letztlich die Versicherten tragen.

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Die Einführung der elektronischen Gesundheitskarte

Schon im Herbst 2009 begann in der Region Nordrhein der so genannte Rollout, sprich die Einführung  der elektronischen Gesundheitskarte. Nach der Regierungsübernahme von Schwarz-Gelb verhängten die Liberalen, wie im Koalitionsvertrag vereinbart,  ein Moratorium über das Vorhaben, die Kritiker glaubten aufatmen zu können.
Nach einigen Veränderungen in der Entscheidungsstruktur der Betreibergesellschaft GEMATIK jedoch hob das Gesundheitsministerium das Moratorium 2010 wieder auf.  
Jetzt sollen die  gesetzlichen Krankenkassen bis Ende 2012 70% ihrer Versicherten mit der elektronischen Gesundheitskarte ausstatten, andernfalls werden ihre Verwaltungskosten gekürzt.
Im Dezember 2011 haben sich dann die Mitglieder der Betreibergesellschaft GEMATIK mehrheitlich dafür ausgesprochen, die Onlineanbindung der Arztpraxen an die Krankenkassen auf Ende 2012 vorzuziehen.
Zwar sind schon ca. 85% der Ärzte in NRW mit einem Lesegerät für die neuen Karten ausgestattet, doch nur über den so genannten Konnektor, der die Daten verschlüsselt, können diese auch  online versendet werden. Dieses Gerät wird  voraussichtlich kaum vor 2013 in ersten Feldversuchen getestet werden können.

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Freie Ärzteschaft

Allgemeine Informationen zur elektronischen Gesundheitskarte
Bundesministerium für Gesundheit

Die Betreibergesellschaft GEMATIK zur elektronischen Gesundheitskarte
GEMATIK

Elektronische Gesundheitskarte [04.10.2011; Servicezeit; ca. 29 Min.]

Das komplette Feature-Angebot im WDR-Radio

Angaben zu Produktion

Autorin: Eva Hillebrand
Produktion: WDR 2009
Redaktion: Leslie Rosin

Wiederholung

WDR 5, Montag, 2. Januar 2012, 20.05 Uhr

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