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Weil Lehrstuhlinhaber an den Universitäten lieber forschen als lehren und feste Stellen rar sind, behilft man sich mit Honorarkräften. Ohne sie wäre die grundständige Lehre nicht gewährleistet, zumal immer mehr junge Leute an die Unis drängen. Diese Lehrbeauftragten und Privatdozenten sind hoch qualifiziert, werden allerdings beschämend wenig bis gar nicht bezahlt. Um das Existenzminimum zu sichern, führen sie oft ein Leben zwischen mehreren Lehraufträgen an verschiedenen Unis zur gleichen Zeit, sind größtenteils weder kranken- noch sozialversichert. Unaufhaltsam nähert sich eine ganze Akademiker-Generation der Altersarmut.
Hörprobe
Literatur-Tipps
- Paul Kellermann/Manfred Boni/Elisabeth Meyer-Renschhausen (Hg.): Zur Kritik europäischer Hochschulpolitik. Forschung und Lehre unter Kuratel betriebswirtschaftlicher Denkmuster. Verlag für Sozialwissenschaften (VS) 2009
- Klaus Dörre/Matthias Neis: Das Dilemma der unternehmerischen Universität. Hochschulen zwischen Wissensproduktion und Marktzwang. Edition Sigma Verlag 2010
- Michael Sobe:hael Sobe: Winter ganz unten. Roman. Das Neue Berlin Verlag, 2008
- Olaf Jann: Auf der Suche nach dem lebendigen Geist. Universitäten zwischen Marktideologie und Sachbearbeitermentalität, in: Bethe, Stephan/Lehmann, Werner/Thiele, Burkard (Hrsg.): Emanzipative Bildungspolitik, Lit Verlag 1999, Seite 31 - 46
Link-Tipps
Angaben zur Produktion
Autor/in: Annette Krause/Matthias Hilke
Produktion: SWR 2012
Redaktion: Dorothea Runge
Wiederholung
WDR 5, Montag, 02. Juli 2012, 20.05 Uhr









