Die Kometen

Dossier: Sonnensystem


Die Kometen

Kometen; Rechte: NASA

Anders als die Asteroiden waren Kometen bereits im Altertum bekannt. Durch ihr plötzliches Auftreten brachten sie die "himmlische Ordnung" durcheinander und sorgten so - nicht zuletzt auch wegen ihres ungewöhnlichen Aussehens - immer wieder für Angst und Schrecken: Die langen, kometentypischen Schweife wurden nicht selten als "drohende Finger Gottes" angesehen.
Erst der englische Astronom Edmond Halley (1656 - 1742) erkannte die Kometen zu Beginn des 18. Jahrhunderts als regelmäßige Besucher im inneren Sonnensystem. Der von ihm 1682 beobachtete Halleysche Komet trägt heute seinen Namen, umrundet die Sonne alle 76 Jahre auf einer stark elliptischen Bahn und kehrte zuletzt 1986 in Sonnennähe zurück; in Sonnenferne bewegt er sich noch jenseits der Bahn des Planeten Neptun.
Historisch bedingt werden die Kometen in kurz- und langperiodische Objekte unterteilt; die Grenze wird - etwas willkürlich - bei einer Umlaufzeit von 200 Jahren gezogen. Derzeit sind rund 1.370 langperiodische und etwa 280 kurzperiodische Kometen bekannt.
Um 1950 entwickelte der amerikanische Astronom Fred Whipple (1906 - 2004) die Vorstellung von Kometen als "schmutzigen Schneebällen", bei denen Staub und Gestein durch größere Mengen gefrorener Gase zusammengehalten werden. Da die Kometen bei jeder Annäherung an die Sonne einen Teil dieser Gase verlieren, unterliegen sie einem beständigen Auflösungsprozess. Als unerschöpfliche Nachschubquelle an neuen Kometen gilt die "Oortsche Wolke" am Rande unseres Sonnensystems.





Das Dossier

Unser Sonnensystem in 15 Kapiteln [mehr]

Radio zum Mitnehmen

Blaues Ohr mit Ohrstöpsel mit von ihm ausgehenden Sendewellen vor blauem Hintergrund (Rechte: WDR)

Leonardo als Podcast [mehr]