Einteilung der Asteroiden

Dossier: Sonnensystem


Die Einteilung der Asteroiden

 

Der erste Asteroid wurde am 1. Januar 1801 im Bereich zwischen Mars- und Jupiterbahn entdeckt und erhielt den Namen 1 Ceres (seit August 2006 wird Ceres zusammen mit Pluto und Eris als "Zwergplanet" geführt); bis 1807 kamen drei weitere Objekte mit vergleichbaren Bahnen hinzu (2 Pallas, 3 Juno und 4 Vesta). Aufgrund ihrer geringen Helligkeit konnten es keine gewöhnlichen Planeten sein, so dass man anfangs glaubte, es handele sich möglicherweise um die Trümmer eines früheren Planeten. Inzwischen geht man aber davon aus, dass die Asteroiden Überreste jener "Planetesimale" sind, aus denen vor rund 4,5 Milliarden Jahren die übrigen Planeten entstanden; vermutlich hat die Nähe zu Jupiter die Bildung eines größeren Objektes in dieser Zone verhindert.

Mittlerweile weiß man, dass sich die Asteroiden nicht auf den Bereich dieses so genannten Hauptgürtels beschränken: So wurde 1898 der erste Asteroid gefunden, der die Marsbahn nach innen überquert und bis auf 22 Millionen Kilometer an die Erdbahn herankommt (433 Eros), und 1932 entdeckte man ein Objekt, das die Erdbahn sogar kreuzte und sich im sonnennahen Bahnteil noch innerhalb der Venusbahn bewegt (1862 Apollo) – die vorangestellten Nummern beziehen sich auf die Reihenfolge, in der die Bahnen der Asteroiden aus entsprechenden Beobachtungen bestimmt werden konnten.

Dank automatisch arbeitender Suchkampagnen konnte die Zahl der bekannten Asteroiden in den vergangenen zwei Jahrzehnten deutlich gesteigert werden. Heute kennt man die Bahnen von mehr als 175000 Hauptgürtel-Asteroiden und rund 5000 "Ausreißern", die die Erdbahn kreuzen – so genannte Near Earth Objects, kurz: NEOs. Jedes sechste dieser NEOs kann der Erde potenziell gefährlich werden, weil seine Bahn schon jetzt bis auf weniger als 7,5 Millionen Kilometer an die Erde heranführt; dabei können unvermeidliche Bahnstörungen im Laufe von Jahrtausenden auch eine Kollision mit der Erde herauf beschwören. Da diese als gefährlich eingestuften Objekte allesamt größer als 175 Meter sind, käme es in diesem Fall zu einem kosmischen Einschlag mit mehr als nur lokaler Zerstörung. Was bei einem solchen Ereignis passiert, erfährt man unter:

www.lpl.arizona.edu/impacteffects

cfa-www.harvard.edu/iau/lists/InnerPlot.html

 





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