Die Einteilung der Asteroiden
Inzwischen geht man davon aus, dass die Asteroiden Überreste jener "Planetesimale" sind, aus denen vor rund 4,5 Milliarden Jahren die übrigen Planeten entstanden [mehr]

Die Kleinplaneten oder Asteroiden

Neben den klassischen Planeten umrunden ungezählte kleinere Brocken die Sonne. Sie sind bei der Entstehung des Planetensystems übrig geblieben und enthalten daher wichtige Rückschlüsse auf die Anfangszeit. Ähnlich wie bei den Planeten unterscheidet man zwischen den hauptsächlich aus Gestein und Metallen bestehenden Asteroiden und den mit größeren Eisvorkommen angereicherten Kometen; auch hier dürfte der Unterschied im Wesentlichen mit dem Entstehungsort innerhalb des Sonnensystems zusammenhängen.
Wegen ihrer geringen Größe (kleiner als 950 Kilometer) und ihrer dunklen Oberfläche reflektieren die Asteroiden wenig Sonnenlicht und bleiben entsprechend dunkel, so dass sie erst lange nach der Erfindung des Fernrohres (zu Beginn des 18. Jahrhunderts) entdeckt wurden. Seit der Himmel fotografisch erfasst werden kann, ist die Zahl der bekannten Asteroiden sprunghaft gestiegen und automatische Überwachungsprogramme haben allein im vergangenen Jahrzehnt alljährlich viele tausend weitere Objekte aufgespürt.
Die Mehrzahl der Asteroiden bewegt sich im so genannten "Hauptgürtel" zwischen Mars und Jupiter. Daneben sind einige tausend erdnahe Asteroiden bekannt, von denen rund 500 der Erde im Laufe der Zeit gefährlich nahe kommen können.
Seit 1992 wurden darüber hinaus im Bereich jenseits der Neptunbahn bereits mehr als tausend Objekte gefunden, die den so genannten Kuiper-Gürtel bevölkern; dessen Existenz als mögliches Reservoir kurzperiodischer Kometen war um 1950 von Gerard Peter Kuiper vorhergesagt worden.