Das Innere des Uranus

Dossier: Sonnensystem


Das Innere des Uranus

Die Saturnatmosphäre von Cassini; Rechte: NASA

Uranus besitzt zwar eine wesentlich kleinere Masse als Jupiter, der größte Gasplanet, hat aber dennoch eine vergleichbare mittlere Dichte. Da in seinem Inneren Wasserstoff und Helium wegen der geringeren Schwerkraft nicht so dicht gepresst sein können, muss Uranus also über einen größeren Anteil an schwereren Elementen verfügen.
Allerdings scheint dieses Gesteinsmaterial im Inneren ziemlich gut durchmischt zu sein, so dass Uranus nicht den sonst üblichen Schalenaufbau aufweist.
Das scheint sich auch beim Magnetfeld bemerkbar zu machen, denn das zeigt bei Uranus eine ganz eigenartige Struktur: Zum einen ist die magnetische Achse um fast 60 Grad gegen die Rotationsachse gekippt (bei der Erde nur etwa 11 Grad, beim Saturn nahezu Null Grad), zum anderen liegt der Schnittpunkt zwischen Drehachse und magnetischer Achse etwa 7.500 Kilometer abseits des Planetenzentrums. Zu allem Überfluss weist das Magnetfeld auch noch stark lokale Schwankungen auf, die eine Entstehung des Feldes in nur geringer Tiefe vermuten lassen.





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