Die Atmosphäre des Saturn
Dossier: Sonnensystem
Die Atmosphäre des Saturn
Anders als in der auffallend gegliederten Jupiter-Atmosphäre tauchen in der Atmosphäre des Saturn nur selten Einzelheiten auf, die mit irdischen Teleskopen zu erkennen wären. So konnten erst die "Voyager"-Sonden Anfang der 1980er Jahre erste Messungen über Windgeschwindigkeiten innerhalb der Saturnwolken vornehmen. Damals wurden im Äquatorbereich bis zu 1.500 Kilometer pro Stunde gemessen. Aufnahmen mit dem "Hubble"-Teleskop in der zweiten Hälfte der 1990er Jahre ließen dagegen nur noch Windgeschwindigkeiten von etwa 900 Kilometer pro Stunde erkennen. Möglicherweise haben diese Beobachtungen allerdings auch nur höher liegende Wolken erfasst, denn die ersten Messungen der Raumsonde "Cassini" deuten auf eine starke Abnahme der Wind-geschwindigkeit mit zunehmender Höhe hin.
Grundsätzlich erwartet man in der Saturn-Atmosphäre die gleichen Wolkenschichten wie beim Jupiter, also solche aus Ammoniak-Eis, aus gefrorenem Ammoniumhydrosulfid und aus Wasser-Eis. Sie liegen allerdings tiefer in der Atmosphäre, weil die entsprechen-den Gase in der kälteren Saturnluft bereits in geringeren Höhen ausfrieren; und sie sind vermutlich mehr als doppelt so dick wie die entsprechenden Jupiterwolken, denn die An-ziehungskraft von Saturn ist um einiges schwächer als die des Jupiter, so dass der Luftdruck nach außen langsamer abnimmt als beim "großen Bruder".
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