Der innere Aufbau des Jupiter

Dossier: Sonnensystem


Der innere Aufbau des Jupiter

Der innere Aufbau des Jupiter; Rechte: NASA/Hahn

Ungeachtet des im Vergleich zur Erde großen Durchmessers enthält Jupiter auffallend wenig Masse: Ein elfmal größerer Durchmesser sollte - bei gleicher Zusammensetzung - eine rund 1.330-fache Erdmasse ergeben, aber Jupiter verfügt lediglich über knapp 318 Erdmassen. Ursache hierfür ist eine völlig andere Zusammensetzung des Riesenplaneten, die nur wenig schwere Bestandteile wie Gestein oder Eisen umfasst. Den Hauptanteil stellen die beiden leichtesten - und häufigsten - Stoffe im Kosmos: Wasserstoff und Helium.
Dieses Gasgemisch, das annähernd der Zusammensetzung der Sonne entspricht, wird unter den extremen Druck- und Temperaturwerten jenseits von rund 1.000 Kilometer Tiefe flüssig, und in einer Tiefe von etwa 25.000 Kilometer nimmt der Wasserstoff sogar metallische Eigenschaften an: Er wird elektrisch leitend und kann so bei entsprechenden Strömungen ein Magnetfeld aufbauen. Das Magnetfeld des Jupiter ist um ein vielfaches stärker als das der Erde.
Ganz im Inneren wird noch ein etwa erdgroßer Gesteinskern vermutet, der allerdings wegen des dort herrschenden Drucks der darüberliegenden Atmosphäre stark verdichtet ist und mehr als 20 Erdmassen in sich vereinen dürfte. Seine Temperatur wird auf etwa 30.000 Grad geschätzt.
Interessanterweise strahlt Jupiter mehr Energie ab als er von der Sonne empfängt - er muss also über eine eigene Energiequelle verfügen. Manches spricht dafür, dass dieser Energieüberschuss aus einer allmählichen Schrumpfung des Planeten genährt wird.





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