Die Oberfläche der Erde

Dossier: Sonnensystem


Die Oberfläche der Erde

Die Oberfläche der Erde; Rechte: DLR

Die Oberfläche der Erde ist zu über 70 Prozent von Wassermassen bedeckt; nur knapp 30 Prozent der Oberfläche ragen als Landmassen unterschiedlich hoch aus diesen Ozeanen auf. Zwischen der höchsten Erhebung ("Mount Everest") und dem tiefsten Meeresboden ("Marianengraben") liegen rund 20 Kilometer Höhenunterschied. Alle Wassermassen zusammen würden eine kugelrunde, glatte Erde mit einem rund 3,5 Kilometer tiefen Ozean bedecken.
Die Verteilung der Landmassen unterliegt einer ständigen, wenngleich sehr langsamen Veränderung. So treiben Amerika und Europa derzeit um einige Zentimeter pro Jahr auseinander, während Afrika von Süden kommend mit Europa zusammenstößt. Diese Kontinentaldrift ist eine Folge der Plattentektonik, die durch eine langsame Umwälzung des Erdkrustenmaterials ausgelöst wird. Sie führt dazu, dass weite Teile der heutigen Oberfläche langfristig "in der Versenkung" verschwinden und durch neues, im Bereich der mittelozeanischen Rücken aufsteigendes Krustenmaterial ersetzt werden.
Entsprechend ist - ähnlich wie bei der Venus - die Zahl der erkennbaren Einschlagkrater wesentlich geringer als etwa auf dem Mond oder dem Merkur: Rund 170 solcher "Astrobleme" gelten als gesichert, mit Durchmessern von 15 Metern bis 300 Kilometern. Zwei davon liegen in Süddeutschland, nördlich der Donau: das Nördlinger Ries mit einem Durchmesser von rund 24 Kilometer sowie das Steinheimer Becken, das etwa 3,8 Kilometer groß ist; beide Formationen sind rund 15 Millionen Jahre alt und womöglich beim Aufprall eines kleinen Doppelasteroiden entstanden (die Durchmesser der beiden kosmischen Bomben werden auf etwa 1,5 und 0,3 Kilometer geschätzt).





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