06 Hubble & Co.: Astronomie im All

Bild: Collage mit Raumfahrtmotiven, links der Astronaut Ed White beim Außeneinsatz; Rechte: NASA/ESA/HST/EUMETSAT

Dossier Raumfahrt


Hubble & Co.: Astronomie im All


Das Weltraumteleskop Hubble; Rechte: dpa

Viele Teilbereiche der Astronomie lassen sich nur oberhalb der Erdatmosphäre betreiben, weil unsere Lufthülle viel Strahlung aus dem All verschluckt. Für die Beobachtung höchster Energie, also im Bereich der Ultraviolett-, Röntgen- oder Gammastrahlung sind die Astronomen ebenso auf Satelliten-Teleskope angewiesen wie im Bereich der Infrarotstrahlung. In all diesen Bereichen haben neue Instrumente im All immer auch neue Phänomen im Kosmos aufgespürt. Das Hubble-Weltraumteleskop, mit Sicherheit das bekannteste Forschungsinstrument aller Zeiten, nutzt die klare Sicht oberhalb der Erdatmosphäre, um ohne die wabernde Lufthülle kristallklar in die Tiefen des Universums zu blicken.


Bisher wurden über 50 astronomische Satelliten gestartet. Einige der wichtigsten sind in dieser Tabelle zu sehen:

Name Betreiber Start Einsatz Bemerkung
IUE NASA/ESA 06.01.1978 Ultraviolett-Astronomie Lange Zeit das einzige UV-Instrument der Astronomen; IUE hielt sagenhafte 18 Jahre!
IRAS ESA 10.02.1983 Infrarot-Astronomie Erster Satellit zur Messung der Wärmestrahlung kosmischer Objekte
Hipparcos ESA 09.08.1989 Präzise Messung der Position von 120.000 Sternen Wegen Triebwerkschadens auf falscher Bahn, dennoch extrem erfolgreich
Cobe USA 18.11.1989 Kosmische Hintergrundstrahlung Sensationelle Bestätigung der Urknalltheorie
Rosat Deutschland/ NASA 01.06.1990 Röntgenastronomie Erster ganz großer Röntgensatellit; Schwarze Löcher, Galaxienhaufen, Supernovae-Überreste
EUVE NASA 07.06.1992 Astronomie im extremen Ultraviolett Blick in das energiereiche Universum
Hubble NASA/ESA 25.04.1990 Astronomie in Vollendung Teurer als alle Observatorien am Boden zusammen; schon zu Lebzeiten ein Mythos



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