05 Zivile Erderkundung
Dossier Raumfahrt
Zivile Erderkundung
Die militärische Erderkundung - auf gut Deutsch: Spionage - macht zwar die bei weitem meisten Satellitenstarts aus, aber Satelliten sind auch aus der zivilen Erdbeobachtung nicht mehr wegzudenken. Ob Beobachtung von Wetter-, landwirtschaftlichen, geologischen, ozeanographischen, Umweltschutz- oder archäologischen Phänomen - Satelliten sind aus der Erderkundung nicht mehr wegzudenken. Diese Satelliten messen z. B. Veränderungen in der Vegetation der Erde, überwachen das Ozonloch, spüren Erdölvorkommen auf oder entlarven Umweltsünder auf hoher See. Die Erderkundung spielt traditionell im Satellitenprogramm der Europäischen Raumfahrtagentur ESA eine große Rolle.
Einige der wichtigsten Erderkundungssatelliten:
| Name | Betreiber | Start | Einsatz | Bemerkung |
|---|---|---|---|---|
| Landsat 1-7 | USA | 1972 – 1999 | Vegetation. Meeresströmung, Bilder etc. | Serie sehr erfolgreicher ziviler US-Satelliten |
| Spot 1-5 | Frankreich | 1988 – 2002 | Stereoskopische Bilder mit bis zu 2,5 Metern Auflösung | Diese Instrumente lieferten die ersten jedermann zugänglichen Satellitenbilder |
| ERS 1 und 2 | Europa | 1991 und 1995 | Radar, Ozon etc. | Mehr als 40 |
| Envisat | Europa | 01.03.2002 | Abbildendes Spektrometer, Ozonmessungen, Radar etc. | Mit 8 Tonnen und den Ausmaßen eines Kleinbus der schwerste und größte Umweltsatellit aller Zeiten |
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