04 China, Japan und Indien ziehen nach
Dossier Raumfahrt
China, Japan und Indien ziehen nach
China fliegt seit 1970 mit seinen Raketen vom Typ Langer Marsch Satelliten ins All. In der aktuellen Version kann die 330 Tonnen schwere Langer Marsch 2F gut acht Tonnen in eine erdnahe Umlaufbahn bringen und gut 3,3 Tonnen in die geostationäre Umlaufbahn. Mit günstigen Preisen greift China hier deutlich in das kommerzielle Startgeschäft ein. China nutzt regelmäßig zwei Startzentren. Vom Startzentrum Jiuquan am Rande der Wüste Gobi starten manche Satelliten und auch die bisher einzige bemannte chinesische Mission nahm hier ihren Anfang. Das viel weiter südlich gelegene Startzentrum Xichang kommt vor allem bei Starts von für die geostationäre Umlaufbahn geplanten Satelliten zum Einsatz.
Japan hat seit 1970 zwar gut 70 Satelliten gestartet und viele unterschiedliche Raketen entwickelt. Aber der kommerzielle Erfolg ist ausgeblieben, weil die Raketen zu schwer sind und nicht oft genug starten konnten. So sind zwar etliche Forschungssonden wie das Sonnenobservatorium Yohkoh mit japanischen Raketen gestartet. Große von japanischen Firmen gekaufte Kommunikationssatelliten starten aber zumeist mit der europäischen Ariane oder mit amerikanischen Raketen.
Indiens Raumfahrt begann mit dem ersten erfolgreichen Start 1980. Seitdem hat das Land konsequent seine Raketen weiterentwickelt. Die heute stärkste ist das GSLV, das "Geostationary Satellite Launch Vehicle". Mit dieser 400 Tonnen schweren Rakete lassen sich 2,5 Tonnen schwere Satelliten in die geostationäre Umlaufbahn befördern bzw. etwa fünf Tonnen schwere Objekt in die erdnahe Umlaufbahn. Die Haupttriebwerke dieser Rakete stammen von Europas Ariane-1. Indien baut sie in Lizenz. Indien setzt konsequent auf Kooperation und eigene Entwicklung. Es wird seine Rolle auf dem Weltmarkt mittelfristig deutlich ausbauen.
Jetzt läuft
-
09:20 WDR 5 -...
-
10:00 Nachrichten,...
- 10:05 Neugier genügt
-
12:00 Nachrichten,...
-
12:05 Scala - Aktuelles...
-
13:00 Nachrichten,...
-
13:05 Mittagsecho
Angeschlossener Sender: NDR [mehr]







