Unbemannte Raumfahrt

Bild: Collage mit Raumfahrtmotiven, links der Astronaut Ed White beim Außeneinsatz; Rechte: NASA/ESA/HST/EUMETSAT

Dossier Raumfahrt


Unbemannte Raumfahrt: Satelliten im All


Kommunikations-Satelliten; Rechte: dpa

Die Raumfahrt hat mit dem Start eines Satelliten begonnen: Am 4. Oktober 1957 piepste eine 83 Kilogramm schwere Kugel mit vier Antennen aus der Umlaufbahn - Sputnik-1. Drei Monate später verglühte das erste von Menschen gebaute Objekt im Weltall. Am 1. Februar 1958 zogen die Amerikaner mit Explorer-1 nach.

Heute sind nur die USA, Russland und China in der Lage, Menschen in den Weltraum zu schicken. Doch unbemannte Raumfahrt - also den Start von Satelliten und Forschungssonden - betreiben zudem Europa, Japan und Indien.

In der Hochzeit des Kalten Krieges spielten vor allem Spionage- oder Aufklärungssatelliten eine große Rolle. Die in nur wenigen hundert Kilometer Höhe fliegenden Satelliten spähen mit Spezialkameras auf den Boden. Bis heute ist der militärische Bedarf von großem Einfluss auf die Entwicklung neuer Raketen.


Erster künstlicher Erdsatellit - Sputnik I; Rechte: dpa

Geostationär "festgenagelt"

Von kommerziellem Nutzen ist vor allem eine spezielle Umlaufbahn: In 36.000 Kilometern Höhe braucht ein Satellit für einen Umlauf um die Erde knapp 24 Stunden. Er steht also fest über einem Punkt der Erde. In dieser "geostationären Umlaufbahn" befinden sich derzeit etwa 200 Satelliten, die für Kommunikation, das Ausstrahlen von Rundfunkprogrammen und Wetterbeobachtung genutzt werden. Diese Satelliten werden zumeist nicht von staatlichen Agenturen, sondern von privaten Firmen betrieben. Der Markt um den Start dieser Satelliten ist hart umkämpft.

Viele Satelliten haben eine wissenschaftliche Zielsetzung. Sie umkreisen die Erde, beobachten unseren Planeten, den erdnahen Weltraum oder weit entfernte Objekte im Universum. Raumsonden verlassen die Erdumlaufbahn und dringen in die Weiten des Sonnensystems vor: Unser Mond, alle Planeten (außer Pluto), einige Kometen und Asteroiden haben bereits Besuch von Raumsonden bekommen.


Sojus-Rakete vor dem Start; Rechte: dpa
Sojus-Rakete vor dem Start

UdSSR/Russland:
Rekordanzahl an Starts

Mehr als 2.000 Satelliten haben die Sowjetunion bzw. Russland bis jetzt gestartet. Der bekannteste Weltraumbahnhof ist Baikonur. [mehr]

Delta-4-Rakete; Rechte: dpa
Delta-4-Rakete

USA: Delta, Atlas & Co.

Die NASA hatte in den 1960er und Anfang der 1970er Jahre mit der Saturn-5-Rakete das schubstärkste je gebaute Raumfahrtgefährt. [mehr]

Ariane-Rakete; Rechte: dpa
Ariane-Rakete

Ariane: Europa wird selbständig

Europas gemeinsam entwickelte Ariane-Rakete ist eine erstaunliche Erfolgsstory. Zwar gilt die Ariane vielen als notorisches Pannenvehikel, aber dieser schlechte Ruf ist vollkommen unbegründet. [mehr]

Rakete Langer Marsch 2E; Rechte: China im Bild
Rakete Langer Marsch 2E

China, Japan und Indien ziehen nach

China fliegt seit 1970 mit seinen Raketen vom Typ Langer Marsch Satelliten ins All. [mehr]

Satellitenbild Region Köln/Düsseldorf; Rechte: DLR
Satelitaufnahme Landsat 5

Zivile Erderkundung

Die militärische Erderkundung: Spionage - macht zwar die bei weitem meisten Satellitenstarts aus, aber Satelliten sind auch aus der zivilen Erdbeobachtung nicht mehr wegzudenken. [mehr]

Das Weltraumteleskop Hubble; Rechte: dpa
Das Weltraumteleskop Hubble

Hubble & Co.: Astronomie im All

Viele Teilbereiche der Astronomie lassen sich nur oberhalb der Erdatmosphäre betreiben, weil unsere Lufthülle viel Strahlung aus dem All verschluckt. [mehr]




Radio zum Mitnehmen

Blaues Ohr mit Ohrstöpsel mit von ihm ausgehenden Sendewellen vor blauem Hintergrund (Rechte: WDR)

Leonardo als Podcast [mehr]

Die Kleine Anfrage

Hörer fragen, Leonardo antwortet
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