UdSSR/Russland:
Rekordanzahl an Starts
Mehr als 2.000 Satelliten haben die Sowjetunion bzw. Russland bis jetzt gestartet. Der bekannteste Weltraumbahnhof ist Baikonur. [mehr]

Unbemannte Raumfahrt: Satelliten im All

Die Raumfahrt hat mit dem Start eines Satelliten begonnen: Am 4. Oktober 1957 piepste eine 83 Kilogramm schwere Kugel mit vier Antennen aus der Umlaufbahn - Sputnik-1. Drei Monate später verglühte das erste von Menschen gebaute Objekt im Weltall. Am 1. Februar 1958 zogen die Amerikaner mit Explorer-1 nach.
Heute sind nur die USA, Russland und China in der Lage, Menschen in den Weltraum zu schicken. Doch unbemannte Raumfahrt - also den Start von Satelliten und Forschungssonden - betreiben zudem Europa, Japan und Indien.
In der Hochzeit des Kalten Krieges spielten vor allem Spionage- oder Aufklärungssatelliten eine große Rolle. Die in nur wenigen hundert Kilometer Höhe fliegenden Satelliten spähen mit Spezialkameras auf den Boden. Bis heute ist der militärische Bedarf von großem Einfluss auf die Entwicklung neuer Raketen.

Geostationär "festgenagelt"
Von kommerziellem Nutzen ist vor allem eine spezielle Umlaufbahn: In 36.000 Kilometern Höhe braucht ein Satellit für einen Umlauf um die Erde knapp 24 Stunden. Er steht also fest über einem Punkt der Erde. In dieser "geostationären Umlaufbahn" befinden sich derzeit etwa 200 Satelliten, die für Kommunikation, das Ausstrahlen von Rundfunkprogrammen und Wetterbeobachtung genutzt werden. Diese Satelliten werden zumeist nicht von staatlichen Agenturen, sondern von privaten Firmen betrieben. Der Markt um den Start dieser Satelliten ist hart umkämpft.
Viele Satelliten haben eine wissenschaftliche Zielsetzung. Sie umkreisen die Erde, beobachten unseren Planeten, den erdnahen Weltraum oder weit entfernte Objekte im Universum. Raumsonden verlassen die Erdumlaufbahn und dringen in die Weiten des Sonnensystems vor: Unser Mond, alle Planeten (außer Pluto), einige Kometen und Asteroiden haben bereits Besuch von Raumsonden bekommen.