01 Hubble-Blick zur Erde: Spionage-Satelliten im Einsatz
Dossier Raumfahrt
Hubble-Blick zur Erde: Spionage-Satelliten im Einsatz
Die Leistungsfähigkeit von Spionage-Satelliten wird immer besser. Die besten Instrumente zeigen noch zentimetergroße Strukturen auf dem Boden. Auch das Hubble-Weltraumteleskop hat etliche nahezu identische Vorgänger - nur haben die nicht nach oben geschaut, sondern nach unten. Diese Satelliten der "Keyhole Class" blicken buchstäblich fast durch jedes Schlüsselloch.
Der legendäre Spiegelfehler beim Hubble-Teleskop war den Militärs längst bekannt - allerdings stört er die Militärs nicht, weil sie im Bereich der langwelligeren Infrarotstrahlung beobachten und da die Unebenheit im Spiegel nicht auffällt. Die Astronomen jedoch mussten frustriert feststellen, dass alle Aspekte des Hubble-Teleskop, die auch die Militärs betrafen - wie Stromversorgung und Kommunikation - nie ein Problem waren. Dafür gab es mit allen Anforderungen, die nur die Astronomen an das Teleskop stellten (scharfe Bilder im sichtbaren Licht, präzise Ausrichtung für viele Minuten etc.), erhebliche Probleme.
Die europäische Raumfahrtagentur ESA darf nach ihrem Gründungsvertrag keinerlei militärischen Aktivitäten betreiben. Daher werden die - wenigen - Aufklärungssatelliten europäischer Länder immer in nationaler Verantwortung gestartet und betrieben.
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