04 Phoenix und Hopper - gibt es wieder verwendbare Raketen?
Dossier Raumfahrt
Phoenix und Hopper - gibt es wieder verwendbare Raketen?
Ein viel versprechender Ansatz, zumindest einen Teil eines Raketensystems wieder zu verwenden, ist der Hopper bzw. sein "Modell" Phoenix. Der Hopper soll einst entweder horizontal oder an einem Katapult starten, mit Raketenantrieb bis in 120 Kilometer Höhe aufsteigen und dort einen Satelliten samt Raketenstufe aussetzen. Während der Satellit mit der Stufe in seine endgültige Umlaufbahn fliegt, kehrt der Hopper wie ein Flugzeug zu seinem Startplatz zurück. Binnen einer Woche ist er für den nächsten Einsatz bereit.
Ein Konsortium aus "EADS Space Transportation" in Bremen, dem "Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt" (DLR) und der TU Braunschweig hat bis 2004 das Hopper-Modell Phoenix (im Maßstab 1:7) entwickelt. Bei den Tests hat die vollautomatische Ansteuerung und Landung bestens geklappt.
Sollten weitere Tests mit Abwürfen aus größerer Höhe und bei höheren Geschwindigkeiten zeigen, dass Phoenix auch im Überschallbereich perfekt funktioniert, könnte in einigen Jahren die endgültige Entscheidung zum Bau dieses neuartigen Trägersystems fallen. Die ESA betreibt dazu das FLPP, das "Programm zur Vorbereitung künftiger Startsysteme". Die Hopper-Technologie könnte dann ab etwa 2015 die Ariane ersetzen.
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