03 Zurück zum Mond - und weiter zum Mars!

Bild: Collage mit Raumfahrtmotiven, links der Astronaut Ed White beim Außeneinsatz; Rechte: NASA/ESA/HST/EUMETSAT

Dossier Raumfahrt


Zurück zum Mond - und weiter zum Mars


Raumsonde "Phoenix"; Rechte: dpa

Seit US-Präsident George W. Bush Anfang 2004 seine Vision zur Erkundung des Weltraums verkündet hat, ist der Mond plötzlich wieder in aller Munde. Der US-Präsident gibt der NASA das klare Ziel vor, bis etwa zum Jahr 2018 mit Menschen zum Mond zurückzukehren. NASA-Chef Michael Griffin hat im September 2005 skizziert, dass die Mondfähre der Zukunft so aussehen werde wie die der Vergangenheit, nur dreimal größer. Die NASA wendet sich vom fatalen Shuttle-Design ab und könnte zur Kapseltechnologie zurückkehren. Als Raketen kämen u. U. umgebaute Feststoffraketen des Shuttle oder eine mit Triebwerken versehene Version des Shuttle-Haupttanks in Frage.

Die Eile kommt nicht von ungefähr. Schon im Herbst 2003 hatten die Chinesen nach dem Start ihrer ersten bemannten Rakete einen Flug zum Mond als Ziel ausgerufen. Auch Russland und Europa denken über bemannte Mondflüge nach. Der Mond ist binnen weniger Jahre wieder zu einem begehrten Ziel geworden - vor allem, um dort Technologie zu erproben, die für den ungleich aufwändigeren Flug mit Menschen zum Mars gebraucht wird.


Der Mond; Rechte: dpa

In Europa hat die ESA zwar im Rahmen ihres Aurora-Programms ebenfalls bemannte Flüge zum Mond als langfristiges Ziel formuliert. Aber das hatte bisher kaum erkennbare Folgen. Dabei kann die Ariane-Rakete bis zu 1 Tonne Material auf den Mond bringen. So hofft die Industrie, binnen zehn Jahren mit einer unbemannten wissenschaftlichen Mission den Mond anzufliegen. Der Mond, vor allem die Mondrückseite, wäre als Standort für ein Radioteleskop, das die niedrigsten Frequenzen aus dem All empfängt, bestens geeignet.




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