02 Zaghafte Wiederannäherung
Dossier Raumfahrt
Zaghafte Wiederannäherun
"Es ist ein kleiner Schritt für einen Menschen, aber ein Riesensprung für die Menschheit", hat Neil Armstrong bei seinem Ausstieg aus der Mondlandefähre gesagt. Ob dieser Satz wirklich stimmt, ist Gegenstand vieler Debatten gewesen. Tatsache ist, dass die Apollo-Missionen trotz der wissenschaftlichen Erfolge und dem Mitbringen von Mondproben in die irdischen Labore vor allem politische Ziele verfolgten. Der Wettlauf zum Mond war entschieden, der Reiz des Spektakels nahm schnell ab. Nach nur sechs erfolgreichen Missionen stellte die NASA das Mondprogramm sang- und klanglos ein.
Nach Apollo war es zwei Jahrzehnte lang still um dem Mond. Erst 1994 erreichte die US-Sonde Clementine den Mond und kartierte drei Monate lang 95 Prozent der Mondoberfläche. Von 1998 an untersucht die NASA-Sonde Lunar Prospector unseren kosmischen Nachbarn und fand Hinweise auf Wassereis am Boden von stets im Schatten liegenden Kratern an den Mondpolen. Die Planetenkundler klagen, dass der Mars mittlerweile deutlich besser erforscht sei als der Mond. Ende 2004 zog die ESA mit Smart-1 nach. Die Raumsonde umkreist derzeit den Mond, kartiert ihn so genau wie nie zuvor und bestimmt die chemische und mineralische Zusammensetzung der Oberfläche.
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