05 Tödliche Unfälle in der Raumfahrt
Dossier Raumfahrt
Tödliche Unfälle in der Raumfahrt
Auch nach fast 50 Jahren ist Raumfahrt alles andere als Routine. Eine Rakete ist eine hoch komplizierte Maschine, die während des Starts für knapp zehn Minuten extremen Belastungen standhalten und perfekt funktionieren muss. Aber auch die Rückkehr zur Erde ist alles andere als gefahrlos.
Beim Eintauchen in die Erdatmosphäre muss jedes Raumschiff sein enormes Tempo von gut 28.000 Kilometer pro Stunde in der Umlaufbahn binnen einer halben Stunde auf Null bringen. Ein Großteil des Bremsens geschieht durch Reibung an den Teilchen der irdischen Lufthülle. Dabei heizt sich die Außenhaut von Space Shuttle oder russischen bzw. chinesischen Kapseln auf mehr als 1.500 Grad Celsius auf. Ein funktionierender Hitzeschild ist in dieser Flugphase unerlässlich.
Die Apollo-Astronauten waren in ihren Kapseln an Fallschirmen im Pazifik gelandet. Heute landet der Space Shuttle - ohne eigenen Antrieb allein im Gleitflug - wie ein Flugzeug auf einer Landebahn in den USA. Die Kapseln der Russen und Chinesen landen an Fallschirmen in den Steppen Asiens.
Bei fünf Unglücken sind Astronauten ums Leben gekommen:
| Mission | Datum | Astronauten, Land | Ursache |
|---|---|---|---|
| Apollo 1 | 27.01.1967 | 3, USA | Beim Training auf der Startrampe geriet die Kapsel in Brand |
| Sojus 1 | 24.04.1967 | 1, UdSSR | Versagen des Fallschirms beim Wiedereintritt in die Erdatmosphäre |
| Sojus 11 | 29.06.1971 | 3, UdSSR | Druckverlust beim Wiedereintritt |
| Challenger | 28.01.1986 | 7, USA | Explosion beim Start |
| Columbia | 01.02.2003 | 6, USA – 1, Israel | Verglühen beim Wiedereintritt |
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