03 Europa/ESA
Dossier Raumfahrt
Europa/ESA
Die Europäische Raumfahrtagentur ESA hat etliche Astronauten, allerdings kein bemanntes Startgerät. Die Ariane-Rakete ist nur für den Materialtransport konstruiert. So brauchen die Europäer Mitfluggelegenheiten bei den US-Amerikanern oder bei den Sowjets bzw. Russen. Am 26.08.1978 startete Sigmund Jähn als erster Deutscher für die DDR ins All - an Bord der sowjetischen Kapsel Sojus-31. Der erste Westeuropäer im All war der Franzose Jean-Luc Chrétien, der 1982 mit Sojus T-6 zur Raumstation Saljut-7 flog. Der erste Westdeutsche war dann Ulf Merbold, der mit der US-Raumfähre Columbia im November 1983 ins All startete. Nach dem Ende des Kalten Krieges war die Britin Helen Sharman die erste westeuropäische Astronautin, die mit zur sowjetischen Raumstation Mir geflogen ist.
Da die ESA das ursprünglich geplante Gefährt "Hermes", das an der Spitze einer Ariane-Raketen Menschen ins All bringen sollte, nicht entwickeln wollte, bleiben nun nur "Taxi-Flüge" in West und Ost. Beim nächsten Start des Space Shuttle Discovery (nicht vor Mai 2006) wird der deutsche Astronaut Thomas Reiter an Bord sein, der dann ein halbes Jahr auf der Internationalen Raumstation verbringen soll.
Die ESA hat sich im Aurora-Programm bemannte Flüge zum Mond nach dem Jahr 2020 und bemannte Flüge zum Mars nach 2030 vorgenommen. Wenn diese Pläne Wirklichkeit werden sollen, braucht die ESA bald ein eigenes Trägersystem. Möglicherweise beteiligt sich die ESA dazu an der Entwicklung des russischen Kliper-Programms.
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