Das falsche Fach
Außerordentlicher Fleiß, ein wissenschaftlicher Durchbruch und eine Portion Glück sind notwendige Voraussetzungen für die höchste Ehre - aber längst nicht ausreichend. [mehr]

Durch den Rost gefallen - übergangene Kandidaten



Jedes Jahr Mitte Oktober verkündet das Orakel aus Stockholm, wer in diesem Jahr den Nobelpreis bekommt. Weltweit warten um diese Zeit Wissenschaftler und Literaten mehr oder weniger offen auf einen Anruf aus Schweden. Für diejenigen, bei denen das Telefon dann tatsächlich klingelt, verändert sich von einem Tag auf den anderen das Leben. Die meisten warten jedoch vergeblich. Sie bleiben, was sie waren: Kandidaten. Unter ihnen gab und gibt es durchaus klangvolle Namen: Leo Tolstoi und Marcel Proust gehören genauso dazu wie Franz Kafka oder James Joyce. Bis heute warten auch Philip Roth, Milan Kundera und Cees Nooteboom vergeblich auf den Nobelpreis für Literatur. Hochkarätige Kandidaten haben den Preis (noch) nicht bekommen. Bloßer Zufall? Oder steckt dahinter ein System? Wovon hängt es ab, ob jemand mit den höchsten Ehren geadelt wird?
Stand: 08.10.2012