Winziges Wal-Organ fürs Großmaul
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[mehr]![Elektronenmikroskop-Aufnahme einer Krebszelle; Rechte: Mauritius Images/WDR [m] Elektronenmikroskop-Aufnahme einer Krebszelle; Rechte: Mauritius Images/WDR [m]](/fileadmin/user_upload/Sonderseiten/2008/Dossier_Krebs/Banner_DK1.jpg)
Strahlentherapie

Strahlentherapie - der Begriff löst bei Krebspatienten immer noch Angst aus. Mit der Strahlentherapie verbinden viele irrtümlich Radioaktivität. In Wirklichkeit kommen besonders energiereiche, so genannte "ionisierende" Strahlen zum Einsatz. Diese schädigen die Krebszellen so stark, dass sie absterben. Etwa jeder zweite Krebspatient in Deutschland bekommt im Verlauf seiner Behandlung eine Strahlentherapie.
Die Strahlentherapie ist neben der Operation und der Chemotherapie eine der drei Säulen der Krebsbehandlung. Während die Chemotherapie im ganzen Körper wirkt, lassen sich die Strahlen bündeln und auf eine eng begrenzte Körperregion lenken.
Eine Strahlentherapie muss sorgfältig geplant werden. Zunächst ermittelt der Arzt das genaue Gebiet, das bestrahlt werden soll. Um diese Stelle auch immer wieder genau treffen zu können, bringt er häufig Markierungen auf der Haut an.
Dann bestimmt er die so genannte "Gesamtstrahlendosis", die nötig ist, um den Tumor zu zerstören. Die ermittelte Dosis wird jedoch nicht auf ein Mal auf den Tumor gegeben, sondern in Portionen, also auf viele kleine Einzeldosen verteilt. Die Ärzte nennen dies "Fraktionierung". Ziel dieser fraktionierten Bestrahlung ist, das gesunde Gewebe in der Nachbarschaft des Tumors zu schonen. In der Zeit zwischen den einzelnen Bestrahlungen kann es sich regenerieren. Der Hintergrund: Gesunde Körperzellen erholen sich von den Strahlenschäden schneller als Tumorzellen.
Wie oft und wie lange ein Tumor bestrahlt wird, hängt davon ab, wie dieser beschaffen ist und wie empfindlich das benachbarte gesunde Gewebe ist. Im Durchschnitt sind etwa 30 Bestrahlungseinheiten nötig, die vier- bis fünfmal wöchentlich durchgeführt werden.
Auch die Nebenwirkungen einer Strahlentherapie sind abhängig von der Beschaffenheit des Tumors und seiner gesunden Umgebung. Grundsätzlich gilt: Je größer das bestrahlte Gebiet ist, umso größer sind die Nebenwirkungen.
Häufige Nebenwirkungen sind Müdigkeit, Appetitverlust und allgemeine Erschöpfung. Wenn Kopf oder Hals bestrahlt werden, kommt es häufig zu Entzündungen der Schleimhäute. Die Folge sind Schluckbeschwerden. Auch die Zähne können leiden, es kommt verstärkt zu Karies. Bei Bestrahlungen des Bauchraumes kann es zu Magenschleimhautentzündungen, Durchfall, Erbrechen, verstärkten Blähungen und Krämpfen kommen.
Alle genannten Nebenwirkungen halten häufig noch lange nach der Therapie an. Manchmal vergehen Wochen oder Monate, bis sich wieder ein normaler Appetit einstellt. Im Allgemeinen lassen sich viele Beschwerden mit Hilfe entsprechender Medikamente aber zumindest lindern.
Der Erfolg einer Strahlentherapie hängt entscheidend vom Sauerstoffgehalt des bestrahlten Gebietes ab. Je besser das Gewebe durchblutet ist, desto sauerstoffreicher ist es und desto empfindlicher reagiert es auf ionisierende Strahlen. Ist das Gewebe sauerstoffarm, werden weniger Zellen dauerhaft geschädigt. Aber auch gesunde Zellen werden durch die Strahlentherapie zerstört. Man geht jedoch davon aus, dass sie sich von den Schäden schneller wieder erholen und letztlich doch mehr Tumorzellen als gesunde Zellen dauerhaft zerstört werden.
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