Operation

Elektronenmikroskop-Aufnahme einer Krebszelle; Rechte: Mauritius Images/WDR [m]

Dossier Krebs


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Behandlung von Prostatakrebs; Rechte: dpa/WDR

Die Operation gehört neben der Chemotherapie und der Strahlentherapie zu den drei Standardverfahren der Krebsbehandlung. Ziel der Operation ist, den Tumor möglichst vollständig zu entfernen. Je früher der Tumor entdeckt wird und um so kleiner er ist, desto größer sind die Erfolgsaussichten einer Operation.

Es gibt Tumoren, die operiert werden können und solche, die nicht operabel sind, etwa wenn der Tumor an einer unzugänglichen Stelle liegt. Bestimmte Krebsarten wie Blutkrebs können grundsätzlich nicht operiert werden, weil sie nicht auf eine Stelle im Körper begrenzt sind.

Für die Mehrzahl der Krebsarten ist die Operation auch die effektivste Behandlungsmethode. Das gilt vor allem für Karzinome, die noch nicht mit ihren Nachbarorganen verwachsen sind oder Tochtergeschwülste in anderen Körperregionen gebildet haben.

Damit möglichst keine bösartigen Zellen im Körper bleiben, wird bei der Operation auch gesundes Gewebe in direkter Nachbarschaft des Tumors weg geschnitten. Der Tumor wird "weit im Gesunden" entfernt, wie Ärzte das nennen. Die Entfernung einer breiten gesunden Randzone ist eine Vorsichtsmaßnahme. Sie soll verhindern, dass mikroskopisch kleine, für das Auge des Operateurs nicht sichtbare Tumorausläufer im Körper zurückbleiben.

Bei einer Krebsoperation entfernt der Chirurg in der Regel auch die Lymphknoten in der Nachbarschaft des Tumors. Der Pathologe begutachtet anschließend das Lymphknotengewebe unter dem Mikroskop. Lassen sich Tumorzellen in den Lymphknoten nachweisen, kann dies Folgen für die weitere Behandlung haben. So werden dann eventuell Krebsmedikamente länger gegeben oder die Ärzte entschließen sich zu einer zusätzlichen Strahlentherapie.

In der modernen Chirurgie geht der Trend zu schonenden, weniger eingreifenden Operationsmethoden. Kleine Schnitte, geringerer Blutverlust, schnellere Wundheilung und ein kürzerer Krankenhausaufenthalt: Das sind die Vorteile der "minimal invasiven Chirurgie" für die Patienten. Bei der Tumorchirurgie ist der Nutzen der "Schlüssellochchirurgie" (Endoskopie) aber noch nicht erwiesen. Viele Experten befürchten, dass über die Operationsinstrumente Krebszellen verstreut werden könnten.

Eine Strahlen- oder Chemotherapie vor der eigentlichen Operation kann den Tumor verkleinern. Derzeit wird von den Ärzten erprobt, ob derartige Vorbehandlungen dazu führen, dass die Operation für den Patienten mit weniger Belastungen verbunden ist.

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