Lungenkrebs

Elektronenmikroskop-Aufnahme einer Krebszelle; Rechte: Mauritius Images/WDR [m]

Dossier Krebs


Lungenkrebs


Computertomographie; Rechte: Zentralbild

Lungenkrebs ist in Deutschland bei Männern im Alter zwischen dem 55 und 70 mit die mit Abstand häufigste Krebserkrankung. Bei Frauen ist Lungenkrebs die inzwischen dritthäufigste Krebsform und das mit steigender Tendenz. Unter den Toten sind jedes Jahr rund auch rund 400 Passivraucher.

Rauchen häufigste Ursache
Über 90 Prozent aller Lungenkrebserkrankungen bei Männern und 60 Prozent bei Frauen sind auf das Rauchen zurückzuführen. Je höher und je länger der tägliche Zigarettenkonsum, desto wahrscheinlicher ist die Entstehung von Lungenkrebs. Die allgemeine Luftverschmutzung hingegen spielt bei der Entstehung von Lungenkrebs kaum eine Rolle.

Lungenkrebs kann nicht vererbt werden. Man vermutet aber eine gewisse genetische Vorbelastung, da es Familien gibt, in denen mehrere Personen an Lungenkrebs erkrankt sind. Ein "Lungenkrebsgen" ist allerdings bisher noch nicht entdeckt worden. Lungenkrebs ist eine sehr aggressive Krebsart. Nur 10 Prozent der Patienten sind fünf Jahre nach der Diagnose noch am Leben. Das liegt auch daran, dass Lungenkrebs meistens erst sehr spät entdeckt wird. Lungenkrebs hätte gute Heilungschancen, wenn er frühzeitig erkannt würde.

Häufig erst spät erkannt
Im Frühstadium verursacht Lungenkrebs nur selten eindeutige Beschwerden. Wegen seiner uneindeutigen Krankheitssymptome, wie Husten, Atemnot und Abgeschlagenheit, wird er gerade bei starken Rauchern häufig sogar noch im fortgeschrittenen Stadium mit einer chronischen Bronchitis verwechselt.

Behandlung
Die Behandlung von Lungenkrebs ist grundsätzlich problematisch. Zwar ist die operative Entfernung des Tumors sicher die beste Behandlungsform, sie ist aber nur bei jedem dritten Erkrankten möglich, weil eben so viele Tumore erst im fortgeschrittenen Stadium entdeckt werden. Oft kommen deshalb kombinierte Behandlungsverfahren zum Einsatz. Ist ein Tumor bereits zu ausgedehnt, wird zuerst eine Strahlentherapie durchgeführt, mit der der Tumor verkleinert werden soll, um ihn anschließend zu operieren. Was die Chemotherapie betrifft, so konnten in den vergangenen Jahren gute Erfolge erzielt werden. Allerdings führt die Chemotherapie nur selten zu einer vollständigen Heilung, doch lässt sich damit häufig eine Lebensverlängerung von mehreren Monaten erzielen.

Vorbeugung
Wer Lungenkrebs vorbeugen will, sollte aufhören zu rauchen. Das lohnt übrigens zu jedem Zeitpunkt. Fünf Jahre nach Beendigung des Rauchens ist das Risiko nur noch halb so groß, nach 10 Jahren beträgt es gar nur noch ein Zehntel.


Adressen und Links

Die Internetseiten von KID, dem Krebsinformationsdienst des Deutschen Krebsforschungszentrums in Heidelberg.
Hier: die Seite über Lungenkrebs

Das Rauchertelefon des Deutschen Krebsforschungszentrum dient als Motivations- und Informationsquelle zur Raucherentwöhnung. Psychologen beraten unter der Rufnummer 06221 - 42 42 00 (Montag bis Freitag, 15 bis 19 Uhr)

Die Internetseiten der Deutschen Krebshilfe. Sie enthalten unter anderem die Broschüren der Deutschen Krebshilfe, die so genannten blauen Ratgeber, die alle als pdf-Dokument heruntergeladen werden können.

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