Winziges Wal-Organ fürs Großmaul
Nahrungsmengen einzuverleiben. US-amerikanische Forscher entdeckten bei Untersuchungen an toten...
[mehr]
Homöopathie
Das Konzept
Bei der Homöopathie handelt es sich um ein in sich abgeschlossenes Medizinsystem. Begründer der Homöopathie ist der deutsche Arzt Samuel Hahnemann. Im Mittelpunkt steht die These: "Ähnliches kann mit Ähnlichem geheilt werden". "Homios" ist das griechische Wort für "ähnlich". Homöopathen behandeln ihre Patienten mit speziellen Arzneimitteln. Rund 2.500 homöopathische Einzelmittel und Mischpräparate gibt es insgesamt. Der Auswahl kommt dabei eine besondere Bedeutung zu. Leidet ein Patient zum Beispiel an Schnupfen und tränenden Augen, so wird nach einem Heilmittel gesucht, das diese Symptome bei einem Gesunden hervorruft. Nach Hahnemanns These kann auf diese Weise eine zweite Krankheit ausgelöst werden, die die gleichen Symptome zeigt wie die "Ursprungserkrankung". Diese zweite arzneimittelbedingte Krankheit soll die erste "auslöschen".
Der "Chinarindenversuch"
Das gesamte homöopathische Konzept Hahnemanns beruht auf dem "Chinarindenversuch". Dieses pflanzliche Arzneimittel nahm der Arzt in hoher Dosis ein. Danach fühlte er sich so, als hätte er hohes Fieber. Seine Schlussfolgerung war, dass fiebrige Erkrankungen mit Chinarinde geheilt werden können("Ähnliches kann mit Ähnlichem geheilt werden"). Allerdings ist nicht Fieber die "normale" Reaktion auf Chinarinde, sondern Untertemperatur. Demzufolge liegt Hahnemanns Konzept ein subjektives Gefühl zugrunde. Hinzu kommt, dass der "Chinarindenversuch" seitdem mehrfach durchgeführt wurde, die damaligen Ergebnisse aber in keinem Fall wieder beobachtet wurden.
Die Arzneien
Das Besondere an den homöopathischen Arzneien, die nach strikten Regeln hergestellt werden, ist ihre hohe Verdünnung. Soviel, dass selbst einzelne Moleküle des Wirkstoff nicht mehr nachweisbar sind.
Anwendungsbereiche
Erkältungskrankheiten, Kopfschmerzen, Magen-Darm-Beschwerden, Allergien und Neurodermitis gehören zu den häufigsten Indikationen. Begleitend behandeln viele Homöopathen aber auch Stoffwechselerkrankungen, wie zum Beispiel Diabetes, schwere Infektionen und Knochenbrüche.
Die Therapie
Nach einem umfassenden Therapiegespräch (Anamnese) wählt der Therapeut das Arzneimittel aus. Der Patient nimmt das Mittel über einen längeren Zeitraum. Nach der Theorie von Samuel Hahnemann ist es nicht so wichtig, wie oft ein Mittel genommen wird, viel mehr geht es darum, das "richtige" Mittel zu finden.
Risiken und Nebenwirkungen
Weil einige homöopathische Arzneimittel Arsen, Blei, Kadmium und Quecksilber enthalten sind Vergiftungen möglich, wenn die Mittel über einen längeren Zeitraum eingenommen werden. Möglich sind auch allergische Reaktionen.
Die Wirksamkeit
Für die Homöopathie liegen rund 350 klinische Studien vor, allerdings gibt es kein endgültiges Ergebnis, weil die Ergebnisse zu widersprüchlich sind. So gab es 2005 in der Fachzeitschrift "Lancet" eine Publikation mit dem Titel das "Ende der Homöopathie". Eine Forschungsgruppe der Universität Bern hatte 110 Studien, in denen die Patienten herkömmliche Medikamente bekommen hatten, mit derselben Anzahl von kontrollierten Homöopathie-Studien verglichen. Das Ergebnis: Die Wirkung der homöopathischen Arzneien war vergleichbar mit denen eines Scheinpräparats (Placebo).Eine spezifische Wirkung der homöopathischen Mittel konnte nicht nachgewiesen werden.
Globuli gegen Heuschnupfen
In anderen Studien hingegen konnte nachgewiesen werden, dass die Homöopathie in bestimmten Fällen positive Effekte hat. So wurden unter anderem Patienten mit Heuschnupfen erfolgreich mit homöopathischen Arzneien behandelt. Zudem gibt es schwache Hinweise für eine therapeutische Wirksamkeit bei einer Reihe von Krankheiten und Störungen wie Allergien, chronisches Asthma und Reizdarm.
Rund um die Homöopathie
Reitz, Sonja
2004, Medizinisch Literarische Verlagsgesellschaft, Uelzen
119,80 Euro
ISBN: 3-88136-225-8
Homöopathie und Wissenschaftlichkeit
Willi, Robert
2003, KVC Verlag, Essen
16,30 Euro
ISBN: 978-3-93335-138-8
Der Deutsche Zentralverein homöopathischer Ärzte im Internet
Kritische Stellungnahme der Gesellschaft zur wissenschaftlichen Untersuchung von Parawissenschaften
Nahrungsmengen einzuverleiben. US-amerikanische Forscher entdeckten bei Untersuchungen an toten...
[mehr]Monmouth ist die erste „Wikipedia-Stadt“ der Welt. An zahlreichen Sehenswürdigkeiten der...
[mehr]Nach Recherchen von WDR 5 gibt es offenbar keine ausreichende Kontrolle bei der Verwendung des...
[mehr]