Elektroakupunktur nach Voll

Bild: Hot Stone Massage; Rechte: WDR

Dossier Alternativmedizin


Elektroakupunktur nach Voll


Das Konzept
Bei der Elektrotherapie nach Voll, EAV, soll die Wirkung elektrischer Ströme auf den Organismus genutzt werden. Die Ströme werden durch Elektroden, die auf der Haut kleben, durch den Körper geleitet. In die Methode sind Teile der Homöopathie und der Akupunktur mit eingeflossen. Das Verfahren wird sowohl zur Diagnose als auch für die Behandlung eingesetzt. Die Grundannahme ist, dass Erkrankungen durch Krankheitsherde ausgelöst werden. Das können zum Beispiel chronische Entzündungen sein. Mit Hilfe des EAV-Gerätes sollen diese Herde lokalisiert und behandelt werden.

Anwendungsbereiche
Die Anwendungsbereiche liegen vorwiegend in der Schmerzlinderung und in der Durchblutungsverbesserung. Auch Ischias-Schmerzen, Rheuma, Arthrose oder Muskelverspannungen werden mit der EAV behandelt.

EAV als Diagnose
Wird die EAV für die Diagnose verwendet, wird der Hautwiderstand an bestimmten Punkten gemessen. Bei der Allergietestung werden die Stoffe, die möglicherweise die Allergie auslösen, in die Untersuchung einbezogen. Auf diese Weise werden auch Medikamente getestet.

EAV als Therapie
Neben der Behandlung mit Impulsstrom bekommt der Patient die positiv getesteten Medikamente gespritzt. Werden Entzündungen oder andere Herde identifiziert, raten EAV-Therapeuten auch dazu, diese zu entfernen. Das können zum Beispiel entzündete Mandeln sein oder Zähne mit Amalgamfüllungen.

Risiken und Nebenwirkungen
Patienten mit Herzschrittmachern oder Herzrhythmusstörungen sollten sich nicht mit der EAV behandeln lassen.

Die Wirksamkeit
Die aussagekräftigsten Untersuchungen gibt es für den Bereich der Allergietestung. Die Ergebnisse waren negativ, durch EAV konnten Allergien nicht verlässlich diagnostiziert werden. Auch für die Behandlung von Krankheiten ist die EAV nicht geeignet, da ihre Wirksamkeit nicht nachgewiesen ist.






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