Winziges Wal-Organ fürs Großmaul
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Chelattherapie
Das Konzept
Durch Infusionen mit so genannten Chelatbildnern sollen Gifte, Mineralien und Stoffwechselprodukte aus dem Blut und von den Gefäßwänden entfernt werden. Der Stoff, der in die Venen gespritzt wird, ist in der Regel Etylendiamintetraacetat, kurz EDTA. Ursprünglich wurden mit EDTA Schwermetallvergiftungen behandelt. Heute wird die Methode auch benutzt, um Kalziumablagerungen aus den Gefäßwänden zu lösen. Die Befürworter gehen außerdem davon aus, dass durch die Chelattherapie verhindert werden kann, dass hochaggressive instabile Sauerstoffmoleküle (freie Radikale) das Gewebe schädigen.
Anwendungsbereiche
Die Therapie wird von ihren Befürwortern bei einer großen Anzahl von Erkrankungen eingesetzt. Arthritis, koronare Herzkrankheit, Bluthochdruck, Gallensteine, Kopfschmerzen, Schaufensterkrankheit und Diabetes sind nur einige davon.
Die Therapie
Das EDTA bekommt der Patient als Infusion. Eine Behandlung kann bis zu vier Stunden dauern. Häufig sind nach den Angaben der Therapeuten 10 bis 30 Sitzungen nötig.
Risiken und Nebenwirkungen
Weil dem Körper durch die Therapie Mineralstoffe und Spurenelemente entzogen werden, sind Herzrhythmusstörungen und Nierenschädigungen möglich. Außerdem können Autoimmunerkrankungen auftreten. In einigen Fällen sind auch Todesfälle bekannt geworden, die möglicherweise mit der Therapie in Zusammenhang stehen.
Die Wirksamkeit
Zur Chelattherapie gibt es einige Untersuchungen, darunter auch kontrollierte klinische Studien. Untersucht wurde die Therapie unter anderem für die Behandlung von Durchblutungsstörungen. Fazit der Wissenschaftler: Für die Behandlung der untersuchten Krankheiten ist die Chelattherapie nicht geeignet. Empfohlen wird die Therapie ausschließlich bei einer Schwermetallvergiftung.
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