Biofeedback

Bild: Hot Stone Massage; Rechte: WDR

Dossier Alternativmedizin


Biofeedback


Das Konzept
Mit Hilfe des Biofeedbacks können seelische und körperliche Prozesse sichtbar gemacht werden. Ziel dieser Methode ist es, das Körperempfinden zu steigern und bestimmte Körperfunktionen gezielt zu beeinflussen und auf diese Weise zu regulieren. Dazu werden die Körperdaten gemessen und in Töne oder Kurven umgewandelt. Die Biofeedbackgeräte übernehmen die Rolle eines "Ersatzsinnesorgans". Biofeedback wird auch von "Schulmedizinern" angewandt. Sie behandeln damit zum Beispiel Blasen- und Darmschwäche bei Kindern.

Anwendungsbereiche
Biofeedback wird unter anderem bei Migräne, chronischen Rückenschmerzen, Spannungskopfschmerzen und Zähneknirschen eingesetzt. Auch Blasen- und Darmschwäche, Bluthochdruck und Herzrhythmusstörungen werden mit dem Verfahren behandelt.

Die Therapie
Je nachdem, welche Körperdaten registriert werden sollen, messen Sensoren an den entsprechenden Stellen die Funktionen. Auf dem Bildschirm des Bioresonanzgerätes wird so zum Beispiel die An- und Entspannung der Beckenbodenmuskulatur sichtbar oder hörbar gemacht. Im Laufe der Therapie soll der Patient so lernen, auf seine Körperfunktionen Einfluss zu nehmen.

Risiken und Nebenwirkungen
Möglich sind Angstzustände, Desorientierung und Benommenheit.

Die Wirksamkeit
Zahlreiche kontrollierte Studien haben gezeigt, dass die Therapie unter anderem bei Blasen- und Darmschwäche wirksam ist. Auch Funktionsstörungen des Kiefergelenks und Migräne bei Kindern sind erfolgreich behandelt worden. Außerdem gibt es Hinweise, dass mit Biofeedback die Häufigkeit von Anfällen bei Epilepsie gesenkt werden kann.


Literatur

Biofeedback-Therapie: Grundlagen, Indikation und praktisches Vorgehen
Rief, Winfried; Birbaumer, Nils
2006, Schattauer, Stuttgart
49,95 Euro
ISBN: 3-7945-2395-4






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