Naturheilverfahren

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Dossier Alternativmedizin


Klassische Naturheilverfahren


Bild: Tee aus Eibisch; Rechte: mauritius images

Die klassischen Naturheilverfahren zeichnen sich unter anderem durch eine lange Tradition aus. Ihre Geschichte lässt sich bis in das Altertum zurückverfolgen. Zu den wichtigsten Verfahren gehören die Hydrotherapie, die Phytotherapie, die Bewegungstherapie, die Ernährungstherapie und die Ordnungstherapie. Im deutschsprachigen Raum war es unter anderem der Pfarrer Sebastian Kneipp (1821-1897), der diese Verfahren bekannt gemacht hat.

Die Hydrotherapie

In der Hydrotherapie, also Wassertherapie, werden Patienten mit kalten und warmen Güssen, Wickeln und Wechselbädern behandelt. Die Hydrotherapie lindert in erster Linie Symptome und dient weniger der Behandlung von Krankheiten. Auch die Balneotherapie, die zudem in der "Schulmedizin" einen festen Platz hat, setzt auf die Wirkung des Wassers. Im Mittelpunkt stehen Bäder mit Wasser, das aus bestimmten Heilquellen kommt. Nachgewiesen ist unter anderem die Wirksamkeit von Solebädern bei Schuppenflechte. Für andere Bereiche liegen derzeit noch zu wenig aussagekräftige Studien vor, um die Methode abschließend zu beurteilen.

Die Phytotherapie

Die Basis der Phytotherapie, die zu den ältesten Heilmethoden zählt, sind bestimmte Pflanzen und Kräuter. Seit Urzeiten werden Menschen auf diese Weise behandelt. Bis zum 19. Jahrhundert waren die Pflanzen der Grundstoff für fast alle Arzneien. Auch heute arbeiten viele Ärzte damit. Gut belegt ist zum Beispiel die Wirksamkeit von Teufelskralle, die gegen Rheuma eingesetzt wird, und von Knoblauch als Cholesterin-Senker. Für andere Pflanzen, wie zum Beispiel Echinacea, einem Extrakt aus dem roten Sonnenhut, oder Arnika, kann die Wirksamkeit nicht eindeutig nachgewiesen werden.

Die Ordnungstherapie

Die Ordnungstherapie geht auf den Schweizer Oskar Bircher-Benner zurück. Gemeint ist damit nichts anderes als eine gesunde Lebensführung mit ausgewogener Ernährung, ausreichend Bewegung und möglichst wenig Stress.





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