Eigenständige Therapiekonzepte
Vielen Therapien in der "Alternativmedizin" liegen eigene Konzepte zugrunde. Dazu gehören unter anderem die traditionelle chinesische Medizin (TCM), Akupunktur, Homöopathie... [mehr]

Einführung in die Alternativmedizin

Eine Alternative zur Schulmedizin?
Ayurveda, Bachblüten, Akupunktur oder Homöopathie - für immer mehr Menschen scheint die "Alternativmedizin" eine gute Alternative zur so genannten Schulmedizin zu sein. Bei den Therapien, die unter diesem Begriff zusammengefasst sind, gibt es jedoch große Unterschiede, was ihre Konzepte angeht.
Was ist "Alternativmedizin"?
Für die so genannte Alternativmedizin gibt es viele Bezeichnungen. In der Regel sind damit alle Verfahren gemeint, die an Stelle von konventionellen Therapien eingesetzt werden können. Mittlerweile wird außerdem der Begriff Komplementärmedizin verwendet. Gemeint ist damit eine ergänzende Medizin. Mehr als 400 verschiedene Heilmethoden werden unter diesen Bezeichnungen zusammengefasst. Je nach Definition werden auch die Naturheilverfahren zur "Alternativmedizin" gezählt.
Von Akupunktur bis Zelltherapie
So verbreitete Behandlungsformen wie Akupunktur und Homöopathie fallen ebenso unter den Begriff, wie zum Beispiel die Chelat- oder die Enzymtherapie, die weitaus weniger bekannt sind. Bei einigen haben unabhängige Wissenschafter die Wirksamkeit nachgewiesen, andere - und das ist der größere Teil - hingegen scheinen unwirksam zu sein oder sind sogar gefährlich.
Gleiche Maßstäbe für alle Verfahren
Ob das so ist lässt sich anhand von Studien herausfinden. Obwohl es manchmal bestritten wird, kann die Wirksamkeit von allen "alternativen" Verfahren mit Hilfe kontrollierter klinischer Studien überprüft werden. Mittlerweile liegen rund 5000 solcher Untersuchungen vor. Das so genannte Studiendesign, also die Art und Weise, wie die Verfahren untersucht werden, sollte dabei klaren Regeln folgen. Diese Regeln, die natürlich für alle Verfahren, auch die "schulmedizinischen" gelten, werden von unabhängigen Wissenschaftlern festgelegt. Eine Institution, die nach solchen Methoden arbeitet, ist die Cochrane Collaboration, die in Deutschland vom Deutschen Cochrane Zentrum vertreten wird.
Wie sollte eine Studie aussehen?
Die aussagekräftigsten Ergebnisse liefern randomisierte, kontrollierte klinische Studien. Kontrollierte Studien zeichnen sich dadurch aus, dass die Teilnehmer in drei verschiedene Gruppen eingeteilt werden. Die eine Gruppe bekommt das Medikament, das erforscht werden soll. Die zweite Gruppe wird mit einem Standardverfahren behandelt, das normalerweise bei dieser Krankheit zum Einsatz kommt und die dritte Gruppe, die so genannte Placebogruppe, nimmt ein Scheinmedikament ein oder wird oder wird gar nicht behandelt. Um die größtmögliche Objektivität zu gewährleisten sollten weder die Teilnehmer noch die behandelnden Ärzte wissen, wer zu welcher Gruppe gehört. In einem solchen Fall spricht man von einer Doppelblindstudie.
Das Zufallsprinzip
Randomisiert ist eine Studie dann, wenn die Teilnehmer sich nicht selbst aussuchen können, zu welcher Gruppe sie innerhalb der Studie gehören. Sie sollten nach dem Zufallsprinzip entweder der Kontrollgruppe oder der Gruppe, die tatsächlich behandelt wird, zugeordnet werden. Im Gegensatz zur Grundlagenforschung, bei denen zum Beispiel im Labor untersucht wird, wie sich bestimmte Zellen verhalten, steht bei der klinischen Studie der Mensch mit seinen Krankheiten und Störungen im Mittelpunkt der Untersuchung.
Ein erster Überblick:
Die "alternativen" Heilmethoden lassen sich grob in drei Bereiche einteilen. Es gibt die klassischen Naturheilverfahren, die so genannten erweiterten Verfahren und eigenständige Konzepte, denen zum Beispiel ein spezielles Menschenbild zu Grunde liegt.
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