Fantômas - Spannung pur
Das Live-Hörspiel nimmt die Fährte des Phänomens Fantômas auf - eines der größten und gerissensten Verbrechers aller Zeiten. Der Eintritt zur Live-Vorstellung am Sonntag ist frei. [mehr]
Live-Hörspiel im Rahmen des WDR 5 Radiotages 2012
Bevor das Live-Hörspiel am Sonntag (09.09.2012) erfolgreich die Fährte von Fantômas aufnehmen kann, ist eines besonders wichtig: üben, üben, üben! Regieassistentin Pia Frede berichtet hier täglich von den Proben.

Als freie Regieassistentin sorgt Pia Frede dafür, dass beim Live-Hörspiel alles nach Plan läuft. Sie begleitet das Projekt von der Planung bis zur Aufführung und hat dabei mit Technik, Licht, Szenenbild, Besetzungsbüro, Inspizienz und vielen Menschen mehr zu tun. Erste Vorbesprechungen liegen schon lange zurück, jetzt geht es um das Finetunig des Produktionsablaufs. Die verschiedensten Fäden wollen zusammen gehalten werden: Sind die Schauspieler da? Benötigen die Kollegen von der Technik noch Informationen? Wie schreitet der Kulissenbau voran? Pia Frede muss sich täglich um ganz unterschiedliche Dinge kümmern, damit alles rund läuft und das Hörspiel am Sonntag live über die Bühne gehen kann. Ob alles rechtzeitig klappt? Ihr Tagebuch gibt einen kleinen Einblick in den hektischen Probenalltag kurz vor der Premiere:

Puh, das war ein langer Tag. Er begann ruhig mit dem Ausdrucken von Manuskripten und endete ruhig mit dem Abkleben von Positionen auf der Bühne. Dazwischen: Bühnenbildaufbau, Licht hängen, Tontechnik und Mischpulte einrichten, Soundcheck, Sprechprobe, Einspieler und Effekte testen, einleuchten und, und, und - und natürlich proben!
Aber hurra, wir haben alles geschafft und morgen früh können wir uns dann in die Generalprobe stürzen. Hossa! Aber jetzt gehe ich erstmal schnell schlafen.

Viele, viele Feinabstimmungen waren heute zu treffen. Also haben wir immer wieder Übergänge geprobt. Wer macht genau wann welche Geräusche? Dabei war natürlich auch die Schreibmaschine (der Kaffeebecher) wieder an der Reihe. Funktionieren die Abläufe? Wie werden die Zuspieler eingebaut? Welche Effekte werden benötigt? Und wie genau klingt Fantômas?
Nebenbei noch letzte Absprachen mit der Ausstattung und der Requisite getroffen, damit für morgen auch alles parat steht. Und dann heißt es schon bald: Aufbau und Soundcheck!
Interview mit dem Hörspiel-Autor Stefan Keim [Scala, 06.09.2012]

Straffes Programm heute. Morgens ein Durchlauf bis zur Hälfte mit allem Drum und Dran, dann weitere Proben und noch ein Durchlauf. Viel Arbeit für Rieke Wiebelitz am Mischpult. Es mussten noch weitere Mikrofone für die Geräusche aufgebaut werden und die Effekte werden wir morgen nochmal genau besprechen. Volle Konzentration also für Rike Wiebelitz, Peter Hamacher, Patrick Huth und Semjon Schoeller, denn sie haben am Sonntag die Regler und damit alles in der Hand. Ohne sie hören wir nichts.

Heute sind die Pferde eindeutig durchgegangen - es war großartig. Neben der totalen Stimmenakrobatik kamen zum Einsatz: eine singende Säge, ein Theremin, Flexatone, ein Schlagzeug, ein Klavier, ein Waterphone (das Tollste, finde ich), eine Maultrommel, eine Ukulele und vieles mehr. Nur an dem Geräusch für die Türen müssen wir noch arbeiten.
Rainer Römer bräuchte eigentlich vier Hände, um seine Instrumente alle gleichzeitig zu bedienen. Aber er schafft es irgendwie auch so. Ja, es wird immer komplexer.

"Seid still ihr leute, hört euch an,
welche grässlichen Verbrechen,
Töten, Stehlen, Schießen, Stechen,
dieser Unhold hat getan.
Und es war noch mehr als das,
Fantômas Fantômas!"
Das sind die ersten Sätze aus dem Manuskript von dem Live-Hörspiel Fantômas. Eine Woche voller Verfolgungsjagden und Verbrechen liegen vor uns!
Ob Inspector Juve am Ende vielleicht doch noch die Nase vorn haben wird? Und ob jeder wissen wird, wer Fantômas oder noch verwirrender - er selber ist?
Naja, und wie es zu erwarten war: Es ging am ersten Tag direkt in die Vollen.
Die Schauspieler Martin Bross, Cathlen Gawlich und Henning Nöhren waren kaum zu bremsen, ebenso wie Regisseur Leonhard Koppelmann und der Autor Stefan Keim. So machen Proben Spaß und sie fördern einen enormen Einfallsreichtum. Also organisiere ich jetzt für morgen nicht nur eine singende Säge, eine Ukulele und ein Theremin, es werden auch schon Geräusche gemacht: Trinkbecher zu Schreibmaschinen. Und wer nicht glaubt, dass ein Plastikkaffeebecher wie eine Schreibmaschine klingen kann, der mag das am Sonntag überprüfen. Doch nicht nur das: Ungeahnte Talente brechen sich Bahn. Keiner brummt besser als Martin Bross (als Auto...) Und auch Pferde werden in allen Facetten dargestellt. (wieher!)
Morgen kommt dann der Musiker Rainer Römer dazu. Also, ruhiger wird es bestimmt nicht.