"Direkte Demokratie bitte nur dosiert"
Seit Stuttgart 21 und den Debatten um den Hafenausbau in Köln-Godorf reden Gott und die Welt von mehr Bürgerbeteiligung. WDR-Wirtschaftsredakteur Wolfgang Otto teilt die Euphorie nicht. [mehr]
Der WDR 5 Thementag am 29. November
Am 28. Oktober 1969 kündigte Bundeskanzler Willy Brand in seiner Regierungserklärung an: "Wir wollen mehr Demokratie wagen." Als Reaktion auf die 68er-Proteste versprach er den Bürgern mehr Offenheit und Teilhabe. Heute scheint der Wunsch danach bei großen Teilen der Bevölkerung wiedererwacht zu sein, wenn Bürger beim Bau von Bahnhöfen, Flughäfen oder Einkaufszentren mitreden wollen. Doch wie viel Demokratie tut uns gut? Oder gibt es auch ein Zuviel?
Experten beklagen, dass Bürgerinitiativen Projekte wie den Ausbau des Stromnetzes boykottieren und gesellschaftliche Entwicklungen verhindern. In Volksentscheiden wird der Wähler wiederum ungebeten nach seiner Meinung gefragt. Soll es seine Aufgabe sein, Akten zu wälzen und sich das nötige Wissen anzueignen, um eine fundierte Entscheidung zu treffen und kann er das leisten? Eine große Dynamik hin zu mehr direkter Demokratie hat das Internet erzeugt. Doch welche Qualität hat eine Beteiligung per Mausklick? WDR 5 ist am Thementag am Donnerstag (29.11.2012), den Antworten auf diese Fragen näher gekommen.
Die Wiederentdeckung des Publikums [Scala, 16.08.2012]
Mehr Demokratie von unten [WDR Mediathek, 05.09.2012]
Bürgerentscheid als Damoklesschwert [WDR, 05.09.2012]
Interview zur Bürgerbeteiligung [WDR, 03.04.2012]
NRW erleichtert Bürgerbegehren [WDR, 20.12.2011]
Dossier: Der Fall des Duisburger OB [WDR]
Interview: Liquid Democracy [tagesschau.de, 04.05.2012]
Verein Mehr Demokratie NRW
Stand: 29.11.12