Vera Dreckmann
Vera Dreckmann
Höchste Ambitionen und Ansprüche
Moderiert:
Funkhausgespräche
Die Türen des Westdeutschen Rundfunks öffneten sich für mich 1991, als ich nach Volontariat und kurzem Aufenthalt beim SWR endlich da ankam, wo ich immer hinwollte: Zu WDR 2. Dort habe ich am Anfang so ziemlich alles moderiert und redaktionell betreut, was es an Magazinsendungen gab. Nach vier Jahren hatte ich dann schließlich die Möglichkeit, beim neuen, hochambitionierten Wortprogramm von WDR 5 mitzuarbeiten, insbesondere bei den politischen Magazinsendungen der Echo-Redaktion. Und das war damals eine echte Herausforderung, nicht nur wegen des hohen journalistischen Anspruchs, sondern auch deshalb, weil wir die Sendung am Anfang gänzlich ohne Musik gefahren haben. Wer schlecht im Kopfrechnen war, konnte gleich wieder nach Hause gehen. Trotz der Tüftelarbeit - die Begeisterung für WDR 5 ist bis heute geblieben.
Wie wichtig mir die Arbeit mit Themen ist, habe ich vor allem immer dann gemerkt, wenn ich in diversen Leitungsfunktionen vorübergehend ziemlich weit weg war vom journalistischen Tagesgeschäft. Wie jetzt zum Beispiel, denn seit Anfang 2010 arbeite ich wieder als stellvertretende Programmchefin von WDR 5. Nur eines ist während meiner langjährigen Arbeit für den WDR konstant geblieben: Die Liebe für die Politik und für die Funkhausgespräche, die ich seit 1998 moderiere. Eine Sendung, die nie langweilig werden kann, weil ich mit Menschen zu tun habe, die unberechenbar bleiben während einer solch langen Live-Strecke. Und mit einem Publikum, das mir und den Gästen hautnah zu verstehen gibt, ob es mit diesem Thema etwas anfangen kann oder nicht.
Schön, dass wir uns auf WDR 5 so viel Hintergrund leisten können.



