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„Seit Napoleons Tod gibt es einen anderen Mann, dessen Name in aller Munde ist.“ Der französische Schriftsteller Stendhal ist ein begeisterter Anhänger des italienischen Komponisten Gioacchino Rossini. Und während Stendhal am liebsten in Italien lebt, entwickelt sich der Komponist aus dem Adriastädtchen Pesaro als Leiter der italienischen Oper in Paris zur Hochform.
Rossini ist in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts der König der italienischen Musik. Nicht weniger als 29 Opern hat er in dreizehn Jahren geschrieben. Bis heute ein Hit: sein „Barbier von Sevilla“. Wobei daran zu erinnern ist, dass dem heiteren Genre, dem der „Barbier“ angehört, ebenso viele ernste Opern gegenüber stehen.
Mit sechsunddreißig Jahren, auf der Höhe seines Erfolgs, beschließt der Komponist den Rückzug vom Opernbetrieb. Bis zu seinem Tod 1868 feilt er an seinem Ruf als Feinschmecker – und komponiert auf kulinarischem wie auf musikalischem Gebiet exzellenten Gaumen- und Ohrenschmaus.
Autor/in:
Monika Buschey
Redaktion:
Hildegard Schulte





