s
Als der populäre Bestsellerautor Alexandre Dumas 1848 Abgeordneter werden wollte, umwarb er die Arbeiter mit einer erstaunlichen Bilanz: in 20 Jahren habe er 400 Romane und 35 Dramen geschrieben, was vom Briefträger bis zum Kutscher in derselben Zeit 2.150 Leuten Brot und Arbeit gegeben habe. Mit anderen Worten, fügte ein Biograph später an, wenn es pro Generation ein- oder zweitausend ebenso produktive Schriftsteller wie den Vater der „Drei Musketiere“ oder des „Grafen von Monte Christo“ gäbe, wäre das Problem der Arbeitslosigkeit in Frankreich endgültig gelöst…
Leider sind jedoch nur wenige Menschen in der Lage, so maßlos wie Dumas gleichzeitig mehrere Romane, Theaterstücke, Reiseberichte und Kochrezepte zu schreiben, bzw. schreiben zu lassen. Dabei von einer Mätresse zum nächsten Duell zu ziehen, Geld mit vollen Händen auszugeben und vor Gläubigern zu flüchten.
Nicht umsonst nannte man ihn, der wie seine großen Zeitgenossen Honoré Balzac und Victor Hugo ein glühender Verehrer Goethes war, den „Anti-Faust“ schlechthin: einen Geist, der stets bejaht.
Autor/in:
Sabine Mann
Redaktion:
Michael Rüger





