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Die große Zeit der Täufer in Münster beginnt mit der Ratswahl im Februar 1534 – als Aufbegehren der Bürger gegen ihren Landesherrn, Fürstbischof Franz von Waldeck. Der hegt zwar gewisse Sympathien für die reformatorische Idee Luthers, aber die religiös radikaleren Täufer stellen seine geistliche und weltliche Herrschaft in Frage. Und so macht er ihrer Bewegung ein Ende, nach 16 Monaten Krieg, in dem auch die Täufer brutaler werden.
Am 24. Juni 1535 erstürmen die Landknechte des Fürstbischofs die Stadt, ein Tag später fällt Jan van Leiden, der selbsternannte „König von Münster“, in ihre Hände und stirbt Monate später unter der Folter. Sein Leichnam verwest über Jahre hinweg neben denen zweier Weggefährten für alle sichtbar am Turm der Lamberti-Kirche.
Bis heute sind sich die Forscher nicht einig, woran diese Käfige gemahnen: Waren die Täufer religiöse Schwärmer oder radikale Gesellschaftsreformer?
Autor/in:
Uwe Schulz
Redaktion:
Hildegard Schulte





