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Der Grund für die Erfindung war einfach: „Ich bin zu faul zum rechnen“, sagte sich der Ingenieurstudent Konrad Zuse in den 1930er Jahren. Aus dieser Faulheit heraus erschuf er Maschinen, die das Rechnen für ihn übernahmen.
Zunächst einfachere, den Z1 und Z2 1941 schließlich den Z3, „die erste vollautomatische, programmgesteuerte und frei programmierbare, in binärer Gleitrechnung arbeitende Rechenanlage“ der Welt: fast drei Meter hoch, zwei Meter breit und tonnenschwer. 2500 Telefon-Relais arbeiteten darin, es klackerte unablässig und außen blinkte es hektisch - ein Monster aus der Computer-Steinzeit. Der elektromechanische Abakus beherrschte nicht mehr als die Grundrechenarten und konnte Quadratwurzeln ziehen.
Anders als spätere Computerpioniere jedoch, wurde Konrad Zuse nicht reich durch seine Erfindung: 26 Jahre dauerte das Patentverfahren, da war der digitale Zug schon abgefahren.
Autor/in:
Martin Herzog
Redaktion:
Michael Rüger





