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„Das primäre Element ist die Funktion, aber Funktion ohne sinnlichen Beistrom bleibt Konstruktion“, so der Architekt Erich Mendelsohn.
Schon sein Erstling Anfang der 1920er Jahre – der Einstein-Turm in Potsdam – bescherte ihm ein spektakuläres Debut. Der Baukörper mit seiner revolutionären Formensprache sollte das elastische Potential der neuen Baumaterialien Eisen und Beton ausdrücken. Das Turm-Observatorium auf einer Anhöhe bei Potsdam, dem Nobelpreisträger und Freund Albert Einstein gewidmet, wurde zum Mythos und machte seinen Erbauer mit einem Schlag weltberühmt. Mendelsohn baute Fabriken, Geschäftshäuser und Villen in Deutschland, sein Berliner Büro gehörte schnell zu den bedeutendsten in Europa. Nach seiner Flucht vor den Nationalsozialisten 1933 lebte und arbeitete er in London, Jerusalem und San Francisco.
Erich Mendelsohn teilte seinen Geburtstag am 21. März mit dem von ihm verehrten Komponisten Johann Sebastian Bach. Das Ehepaar Mendelsohn veranstaltete zu diesem Anlass gern Geselligkeiten in seiner Berliner Villa, „Bachanalien“, bei denen auch Albert Einstein als Geiger mitspielte.
Autor/in:
Hildegard Schulte
Redaktion:
Ronald Feisel





