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Seine lebenslange Verschuldung ähnelt der eines bankrotten Staates. Immer neue kühne Ideen zur Geldbeschaffung machten die Situation nur noch schlimmer.
Honoré de Balzac lebte in einer eigenen, von ihm geschaffenen und inszenierten Welt. Dazu zählten ein überschwänglicher Hang zum Luxus, etliche Liebschaften zu meist älteren Frauen und jede Menge Kaffee. Dadurch wach gehalten, schrieb er des Nachts seine Romane, in denen er mit seziererischem Blick auf die Gesellschaft ein einzigartiges Porträt seiner Epoche entwarf.
Zwar blieb die „Menschliche Komödie“ unvollendet, doch konnte er sich am Ende seines Lebens noch einen lang gehegten Traum verwirklichen: Die Heirat mit der gut betuchten Gräfin Hanska, der er über etliche Jahre hinweg treu-träumerische Liebesbriefe geschrieben hat, die einen eigenen Teil seines Œuvres bilden.
Autor/in:
Christoph Vratz
Redaktion:
Hildegard Schulte
Der Geburtstag des französischen Schriftstellers Honoré de Balzac 20. Mai 1799





