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Verschiedene Jahreszahlen. (Rechte: WDR)
Sendung vom 19.07.2012, 09:05 bis 09:20 Uhr
Bild: Hochwasserstände Münden am Packhof, Rechte: wikipedia/Axel HH

 Hochwasserstände Münden am Packhof

Das „Magdalenenhochwasser“ beginnt in Mitteleuropa

19. Juli 1342

Eine Woche lang verdüsterten schwarze Wolken den Himmel. Der Regen hörte nicht auf. Allein an zwei Tagen soll mehr Niederschlag gefallen sein als sonst in einem halben Jahr. Es war eines der schlimmsten Hochwasser, das Mitteleuropa je überflutete.

„Auch wurden alle unterirdischen Wasserquellen gewissermaßen zerbrochen“, heißt es in einer Chronik, „und die Schleusen des Himmels waren offen, und es fiel Regen auf die Erde, wie man über die Sintflut im 7. Kapitel der Genesis lesen kann.“ Die Folgen des Hochwassers waren ein Auslöser für die schwere Pest-Epidemie 1348.

Für die Menschen im Mittelalter waren Hochwasser eine Strafe Gottes. Prozessionen erinnerten bis tief ins 19. Jahrhundert noch an die Flut von 1342.

Autor/in:

Arndt Brunnert

Redaktion:

Hildegard Schulte

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