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Verschiedene Jahreszahlen. (Rechte: WDR)
Sendung vom 17.03.2010, 09:05 bis 09:20 Uhr
Bild: Hans Wollschläger, Rechte: Interfoto/Felicitas

 Hans Wollschläger

Der Geburtstag des deutschen Schriftstellers und Übersetzers Hans Wollschläger

17. März 1935

Seine Übersetzung des „Ulysses“ von James Joyce machte ihn 1976 berühmt. Und Hans Wollschläger, gelernter Kirchenmusiker und Schüler der Schriftstellerlegende Arno Schmidt, nutzte die Aufmerksamkeit.

Als er den Literaturpreis der Bayerischen Akademie der Schönen Künste erhielt, sagte er in seiner Dankesrede: „Ohne Hemd kann man sich in der Öffentlichkeit nicht sehen lassen, ohne Kopf in der Regel schon“. Seine Attacke galt den „geistfernen Zeiten“ und den Hungerlöhnen für Anspruchsvolles im westdeutschen Literaturbetrieb.

Dabei wäre der Karl-May- und Karl-Kraus-Verehrer, der gegen Kirche und Tierversuche wetterte, lieber nur Leser geblieben. Doch sein Brotberuf als Übersetzer machte Hans Wollschläger zu einem Sprachkünstler – einem der gelehrtesten und streitbarsten.

Autor/in:

Christoph Vormweg

Redaktion:

Hildegard Schulte

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