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Verschiedene Jahreszahlen. (Rechte: WDR)
Sendung vom 12.03.2010, 09:05 bis 09:20 Uhr
Bild: Heinrich Mann, Rechte: WDR

 Heinrich Mann

Der Todestag des Schriftstellers Heinrich Mann

12. März 1950

Über den lebenslangen Bruderzwist im Hause Mann sind ganze Bücher geschrieben worden. Nur einmal, kurz nach dem Ersten Weltkrieg, hatte der vier Jahre ältere Heinrich Mann die Nase vorn: mit seinem satirischen Bestseller „Der Untertan“.

Die Linke entdeckte und vereinnahmte ihn von da an als engagierten Literaten. Doch nicht einmal der Welterfolg des Films „Der Blaue Engel“, gedreht nach seinem Roman „Professor Unrat“, konnte den Literaturnobelpreis für Bruder Thomas aufwiegen. Nach der Flucht vor den Nazis 1933 über Frankreich ins kalifornische Exil kam auch noch die Demütigung der brüderlichen Unterstützungsschecks hinzu. Erst nach Kriegsende keimte wieder Hoffnung.

Die neue Ostberliner Dichterakademie bot Heinrich Mann die Präsidentschaft an. Der 78-jährige stand vor seiner letzten großen Entscheidung.

Autor/in:

Christoph Vormweg

Redaktion:

Hildegard Schulte

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