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Wer Yves Klein hört, sieht Blau. Ein Blau, dem sich kaum einer entziehen kann, intensiver als der Himmel und das Meer. Seine suggestive Wirkung verdankt das “Yves-Klein-Blau” einer 1956 ausgetüftelten, patentierten Rezeptur: IKB, International Klein Blue. Das Blau war für den Franzosen weniger Farbe als Erlebnis.
Yves Klein war einer der großen Einzelgänger in der Kunst des 20. Jahrhunderts. Er starb mit 34 Jahren an einem Herzinfarkt. Einen Tag vor seinem Tod soll er zu seiner Frau, der Schwester des Künstlers Günther Uecker, gesagt haben, jetzt bekomme er das größte Atelier der Welt und schaffe nur noch immaterielle Werke. Es würde passen.
Denn programmatisch für sein Kunstverständnis ist die berühmte Fotomontage aus dem Jahr 1960: “Sprung ins Leere”, in der Klein auf der Suche nach dem perfekten Ausdruck für Leere kopfüber in die Tiefe springt.
Autor/in:
Anke Rebbert
Redaktion:
Hildegard Schulte





