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Dichten war für Ernst Meister eine Form des Denkens, ein Erkunden der „Seinslage“, der Erfahrung des Lebens in seiner Vergänglichkeit. „Im Nichts hausen die Fragen“, schrieb er schon in seinem ersten Gedichtband 1932.
Sein „Erkenntniswille“ im ständigen Selbstgespräch machte den Hagener nach der Kriegserfahrung als Soldat und jahrelangem Schweigen zu einem hochkarätigen Außenseiter des westdeutschen Literaturbetriebs.
Seine größte Auszeichnung, den Büchner-Preis 1979, konnte Ernst Meister selbst nicht mehr entgegen nehmen. 67-jährig starb er nur wenige Tage nach der Bekanntgabe durch die Deutsche Akademie für Sprache und Dichtung.
Autor/in:
Christoph Vormweg
Redaktion:
Hildegard Schulte
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