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„Mir ist egal, wer unter mir Präsident ist“, soll J. Edgar Hoover einmal gesagt haben – acht Präsidenten hat er im Amt überlebt und niemand wagte es, Hoover in Pension zu schicken, als er das Rentenalter erreichte.
Fast ein halbes Jahrhundert lang, von 1924 bis zu seinem Tod am 2. Mai 1972, war J. Edgar Hoover der wohl mächtigste Mann der Vereinigten Staaten. Unter seiner Führung wurde die kleine Bundes-Polizeibehörde in Washington zum Federal Bureau of Investigation, dem FBI. Hoover führte wissenschaftliche Ermittlungsmethoden ein, wie die systematische Erfassung von Fingerabdrücken, und baute eine schlagfertige Polizei-Truppe auf, die erfolgreich Gangster wie John Dillinger zur Strecke brachte. Als Kommunisten-Jäger machte er sich schon früh einen zweifelhaften Namen, die Mafia hingegen ließ er weitgehend unbehelligt. Er setzte Politiker mit Dossiers über ihr zweifelhaftes Privatleben unter Druck und erpresste vermutlich John F. Kennedy mit dessen Frauengeschichten.
Über Hoover selbst und seine angebliche Homosexualität ist viel spekuliert worden. Klar hingegen ist: Auch 40 Jahre nach seinem Tod gehört J. Edgar Hoover zu den umstrittensten Persönlichkeiten der jüngeren US-Geschichte.
Autor/in:
Martin Herzog
Redaktion:
Michael Rüger





