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Hausfassade mit Uhr und Schriftzug "Zeitzeichen" (Rechte: WDR / picture alliance)
Sendung vom 07.06.2009, 09:05 bis 09:20 Uhr
Xylografie, schwarz-weiß, Rechte: Interfoto

 Bernhard von Gudden

Der Geburtstag des Psychiaters Bernhard von Gudden

7. Juni 1824

Zwei Männer, ein Kampf, ein Schicksal: König Ludwig II. von Bayern und sein Arzt Bernhard von Gudden. Er hat als Psychiater das Gutachten unterzeichnet, das den bayerischen Märchenkönig für geisteskrank erklärt und in der Folge entmündigt.

Kurz darauf sind beide tot. Ihre erstarrten Leichen schwimmen im Starnberger See bei Schloss Berg. Um den genauen Hergang wird bis heute gestritten. Doch Bernhard von Gudden war weit mehr als nur der Gutachter des Königs.

Mit seinen Methoden gehörte Gudden zu den ersten Psychiatern in Deutschland, die sich für eine humane Behandlung von psychisch Kranken einsetzten. Statt Fesseln und Folter praktiziert er schon im 19. Jahrhundert einen gewaltlosen Umgang ohne Zwang. 1886 findet er im Starnberger See vorzeitig den Tod.

 

Autor/in:

Helene Pawlitzki

Redaktion:

Ronald Feisel

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