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Was heute als Routineeingriff gilt, begann als waghalsiger Selbstversuch. Im Frühjahr des Jahres 1929 führte der junge Assistenzarzt Werner Forßmann über seine Armvene einen Gummischlauch in die rechte Herzkammer und dokumentierte dies mit Hilfe einer Röntgenaufnahme.
Dieser erste Herzkatheter blieb aber in der Fachwelt ohne große Würdigung. Der renommierte Chirurg Ferdinand Sauerbruch sprach sogar von einer „Zirkusnummer“.
Erst nach dem zweiten Weltkrieg erinnerte sich die Wissenschaft an die Verdienste Forßmanns und verlieh ihm 1956 den Nobelpreis für Medizin. Denn die Herzkatheterisierung hatte eine differenzierte Diagnostik der Kreislauferkrankungen in der modernen Medizin eingeleitet.
Autor/in:
Jörg Beuthner
Redaktion:
Michael Rüger





