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Asylbewerber müssen mehr Geld bekommen. Die derzeitigen Leistungen verstoßen gegen das Grundrecht auf ein menschenwürdiges Existenzminimum, entschied das Bundesverfassungsgericht . Das Landessozialgericht Nordrhein-Westfalen hatte das Gesetz in Karlsruhe zur Prüfung vorgelegt. Auf die Städte in NRW kommen Mehrkosten zu. Was bedeutet das konkret am Beispiel Wuppertal?
Ein Bericht von Anke Spiess:
Ein Essener Busunternehmen, eines der größten im Ruhrgebiet, führt im Auftrag des Landschaftsverbandes Rheinland Behindertenfahrten durch. Seine Fahrer sind auf 400-Euro-Basis beschäftigt und kommen am Ende des Tages auf einen Stundenlohn, der 5 Euro selten überschreitet. Und wenn sie mal krank wurden, klagen einige ehemaliger Mitarbeiter, gab es gar nichts. Weil sie das nicht länger hinnehmen wollten, haben sie gekündigt und ihren früheren Arbeitgeber vor dem Arbeitsgericht verklagt.
Sie haben ihr Studium in Rekordzeit absolviert. Nach nur 20 Monaten hatten drei Studenten der privaten Hochschule für Ökonomie und Management (FOM) in Dortmund ihren Master in der Tasche. Andere brauchen dazu 5 Jahre. Doch von der Hochschule kam kein Lob, sondern eine saftige Rechnung. Denn die FOM verlangte von dem Trio die Studiengebühren für die komplette Zeit - rund 3.000 € mehr pro Kopf. Die drei sehen allerdings nicht ein, warum sie für Veranstaltungen zahlen sollen, die sie nicht besucht haben. Heute muss das Amtsgericht in Arnsberg entscheiden, ob sich Leistung auch finanziell lohnt.
Dem Handwerk in NRW geht es gut zurzeit, die Auftragsbücher sind voll. Aber es fehlt qualifiziertes Personal. Daher hat die Kreishandwerkerschaft Hellweg Lippe in Soest ein landesweit einmaliges Projekt entwickelt und gestartet: Meister statt Master. Hier können Studienabbrecher umsatteln.
In Grevenbroich gibt es seit März diesen Jahres ein Museum, dass sich der niederrheinischen Seele verschrieben hat. In der Villa Erckens am Stadtpark von Grevenbroich erfährt der Besucher, dass der Niederrheiner an sich ein Vereinsmensch ist, dem sein Schützenfest samt Krepppapierröschen, üppigen Metallketten und lecker Altbier heilig ist. Und wussten Sie, dass der Niederrhein ein süß-sauren Nachgeschmack hinterlässt, denn die niederrheinische Seele liebt es mit Essig und Zucker zu kochen. Die Ausstellung verzichtet auf lange Texttafeln, will die Menschen eher emotional berühren.













