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Als im Mai 1945 endlich die Waffen schweigen und das kulturelle Leben wieder in Gang kam, dauerte es nicht lange, bis auch die ersten Kabaretts wieder spielten. In Westdeutschland begann das Düsseldorfer „Kom(m)ödchen“ beispielsweise schon 1947 und ist damit älter als das Grundgesetz. Von Anfang an begleiteten die Satiriker die politische und gesellschaftliche Entwicklung der neu entstehenden Republik. Und via Radio fanden die „Insulaner“, die „Stachelschweine“ und später Dieter Hildebrandt und „Die Münchner Lach- und Schießgesellschaft“ große Verbreitung. In der DDR war das Kabarett staatlich gelenkt. Aber auch dort gab es gelegentlich kritische Nummern. Heute sind es eher Solisten wie Matthias Deutschmann, Volker Pispers, Mathias Richling oder Georg Schramm, die die Verhältnisse kommentieren. Aber alle haben eines gemeinsam: Sie spiegeln die Zeit und die jeweiligen Verhältnisse. Die Mitschnitte dieser alten und neuen Programme sind damit Zeitdokumente, die uns die Geschichte Deutschlands in Ost und West auf einzigartige Weise erzählen.
Axel Naumer hat die wichtigsten und skurrilsten, überraschendsten und visionärsten Kabarettstücke aus 60 Jahren zusammen getragen und lädt ein zu einer Zeitreise der besonderen Art.
Autor/in:
Axel Naumer
Redaktion:
Hans Jacobshagen






